Pinot gris
Über Pinot gris als Rebsorte des Herbstes hat Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, der Rudl vor gut einem Jahr ziemlich alles, was ihm dazu eingefallen ist, erzählt. Er wird es an dieser Stelle mit dem Hinweis darauf bewenden lassen.
Vergleicht man die rebsortenspezifischen Merkmale von Jacquère, die letzte Woche im Halbmittelpunkt der Überlegungen des Rudls gestanden ist, mit jenen von Pinot gris, der das diese Woche tut, wird man nicht viele Gemeinsamkeiten entdecken. Der Rudl ist fast geneigt festzustellen, dass es kaum zwischen zwei Rebsorten derselben Farbe gravierendere Unterschiede geben wird als zwischen Jacquère und Pinot gris. Trotzdem gehören beide zu veritablen Lieblingsrebsorten des Rudls, wobei die Bedeutung von Rebsorten in Österreich vielleicht ein bissl überschätzt wird. Aber das ist eine andere Geschichte. Ein vom Rudl überaus geschätzter Wein, Schiste von der Domaine des Ardoisières, enthält übrigens beide, Jacquère und Pinot gris. Der Vielschichtigkeit schadet das ganz offensichtlich nicht. Dem Rudl fällt jetzt übrigens aus dem Stand kein Wein ein, in dem Welschriesling und Pinot gris einander treffen, abgesehen von Gemischten Sätzen.
Dem Rudl ist vor gar nicht so langer Zeit ein tadelloses Hörvermögen ärztlich attestiert worden. Trinkt er ertragsmaximierte Jacquères aus Savoyen oder Pinot grigios aus Oberitalien, fühlt es sich ihm an, als trüge er ein viel zu laut eingestelltes Hörgerät, in das jemand hineinplärrt.
Pinot gris, Dankbarkeit
Die Geschichte vom Rudl mit diesem Wein ist so alt wie die Geschichte vom Rudl mit der Dankbarkeit als solcher. Sie muss im Jahr 1998 begonnen haben. Damals hat der Rudl zum ersten Mal in er Dankbarkeit gegessen und er kann und wird sich, auf die Gefahr hin, dass Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, das gar nicht so detailliert interessiert, sehr genau daran erinnern. Der Rudl hat einen Aal bestellt. Es sollte etwas sein, was er sonst nicht isst. Als jemand, der an und für sich keinen Fisch mag, hat den Rudl das Gericht nicht nur geschmacklich, sondern auch handwerklich überfordert. Dass dieses Restaurant etwas ganz Besonderes ist, war ihm damals aber sofort klar.
Und auch der Pinot gris von der Dankbarkeit ist dem Rudl seither ein treuer Begleiter.
im großen Holzfass ausgebaut – eine seltene Liaison aus Eleganz und barocker Kraft – ein Wein mit einer klaren Handschrift wie früher die Speiskarte der Dankbarkeit
- 2023 Pinot gris, Dankbarkeit, Podersdorf am See, Neusiedlersee (5/8)
- 2021 Pinot gris, Dankbarkeit, Podersdorf am See, Neusiedlersee (6/9)
- 2020 Pinot gris, Dankbarkeit, Podersdorf am See, Neusiedlersee (6/9)
- 2023 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (8,50/13)
Altesse, Petit Manseng, … und dann wird es schon schwierig. Wahrscheinlich kommen bald Jacquère und Pinot gris in der Rebsortenpräferenz des Rudls., beide in diesem Wein.
- 2023 Jacquère, Domaine H, Torméry, AOC Vin de Savoie (4,50/7)
- 2023 Apremont, Domaine Giachino, Chapareillan, AOC Vin de Savoie (4,50/7)
Und zumindest am Beginn der Lehrveranstaltung gibt es auch noch etwas da von:
- 2023 Welschriesling Alte Reben Reserve, Weingut Rudolf Klein. Wein aus der Hölle, Illmitz, Neusiedlersee (3/5)
- 2024 Welschriesling vom Opok, Weingut Werlitsch, Glanz an der Weinstraße, Südsteiermark (6/9)
- 2021 Irouléguy Rouge Tradition, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (4,50/7)
DONNERSTAG, 15. Oktober von 17 bis 21 Uhr
Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils
Reindorfgasse 22
Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.
Wenn Sie den Rudl fragen, was er davon hält, „smart“ zu sein, dann macht er die Handbewegung, die der Herr Kurt beim „Joker“ macht. In diesem Sinne grüßt der Rudl un-smart wie eh und je!
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