Letzter Öffnungstag vor der Sommerpause: Tour de France im Baskenland, am Dienstag, den 27. Juni von 17 bis 21 Uhr … und ein neues, altes Weingut im Sortiment vom Rudl

Domaine du Gringet

Eigentlich hat sich der Rudl vorgenommen, der von ihm immer wieder strapazierten Spedition jetzt längere Zeit keine Arbeit mehr zu bereiten. Das Geschäft gibt keinen Anlass zum Übermut, wenn Sie wissen, was der Rudl meint. Schon längere Zeit nicht. Aber dann hat der Rudl einmal versucht sich abzulenken und an Erfreulicheres zu denken, an Urlaub zum Beispiel. Ob Sie das jetzt als mehr oder eher weniger problematisch erachten, der Rudl biegt dabei gedanklich um keine fünf Ecken und ist beim Wein. Im konkreten Fall war er – nicht zum ersten Mal – bei der Frage, was aus dem Weingut von Dominique Belluard geworden ist. Anders als bei früheren entsprechenden Recherchen ist Caviste Rudolf Polifka in diesem Fall auf Konkretes gestoßen. Franck Balthazar aus Cornas und dessen Mitarbeiter Vincent Ruiz habe die Witwe von Dominique Belluard das Vertrauen geschenkt, das Werk ihres Mannes würdig fortzusetzen. Pfiffig gemanagte Fonds, Versicherungen und mehr oder weniger dubiose Neo-Winzer, die sich in so einem Fall anstellen und aus den Leistungen anderer gerne eine Marke machen, sind nicht zum Zug gekommen. Gott sei Dank! Auf der Tourismus-Seite von Ayze ist der Rudl dann auf eine Kontaktmöglichkeit gestoßen. Das war im März. Jetzt ist der Wein da. Es handelt sich um den letzten Jahrgang vom Dominique Belluard. Jean-François Ganevat hat das Werk im Sinn des Meisters fortgesetzt, Franck Balthazar und Vincent Ruiz haben es vollendet. Diese Perles du Mont Blanc 2019 werden der letzte Schaumwein dieses Weingutes bleiben. Die neuen Weinmeister werden keinen Schaumwein mehr produzieren. Man muss es nicht als Zeichen kaufmännischer Vernunft sehen, in ökonomisch schwierigen Zeiten teure Weine zu bestellen. Aber der Rudl würde sich sowieso eher nicht als Geschäftsmann par excellence betrachten. Und manche Gelegenheiten bieten sich einem zwar zu ungünstigen Zeitpunkten, aber nur einmal. Darum hat der Rudl die angebotene Zuteilung gekauft, quasi als Hohn auf seine wirtschaftliche Lage.

  • Les Perles du Mont Blanc 2019 (27 Euro): latest und gleichzeitig auch last Schaumwein von diesem Weingut, aber ganz sicher nicht the least

  • Eponyme Miste tardive 2020 (36 Euro): Zuerst hat Valérie Belluard Jean-François Ganevat gebeten, das Weingut bis auf Weiteres zu führen. Dieser hat einen Wein abgefüllt und ihn „Eponyme“ genannt. Vincent Ruiz und Franck Balthazar haben ein paar besondere Fässer im Herbst 2022 als Eponyme Mise tardive abefüllt.

  • Les Grandes Jorasses 2020 (50,50 Euro): lokale Variante der Rebsorte Altesse

  • Monsieur Gringet 2020 (52 Euro): quasi Le Feu als Hommage an Dominique Belluard – von den eisenreichsten Steilhängen des Weinbaugebietes.

Und weil der nicht so weit von Ayze zuhause ist, hat Françis Rousset – wenn Sie den Rudl fragen, einer der vielversprechendsten vielen neuen Weinmeister Savoyens – seinen neuen Jahrgang Altesse und auch ein paar andere Weine der Lieferung hinzugefügt.

  • Altesse aVé 2022: 22 Euro

  • Jacquère Jonona 2022: 20 Euro

  • Ceux d‘après 2022 (80 % Chardonnay, 20 % Roussanne): 22 Euro

  • Mondeuse Mattäi 2022: 22 Euro

  • Ceux d‘avant 2022: 60 % Mondeuse, 20 % Persan, 20 % Pinot noir, 10 % Douce noir: 22,50 Euro

Tour de France

Nicht dass der Start der Tour de France für den Rudl nicht sowieso wie ein Zusammenfallen von Weihnachten, Ostern und Geburtstag an einem Tag wäre. Heuer fahren sie noch dazu im Baskenland weg. Viel geht da nicht mehr drüber. Der Rudl wird den Grand Départ im Baskenland zum Anlass nehmen, eine ganze Serie von Irouléguys zu öffnen. Rot, rosé, weiß und gereift.

  • Irouléguy rosé 2019, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (3/5)

  • Irouléguy rosé 2019, Domaine Ilarria, AOC Irouléguy, Sud Ouest (3/5)

  • Irouléguy blanc 2018, Domaine Ilarria, AOC Irouléguy, Sud Ouest (5/8)

  • Ardan Harri 2020, Domaine Xubialdea, Lasse, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6,50/10)

    die letzte Flasche, der der Rudl von diesem Wein ausschenkt

  • Eztia 2013, Domaine Améztia, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6,50/10)

    Mit mindestens einem Wein möchte der Rudl in jeder Lehrveranstaltung auf das Reifepotential seiner Weine hinweisen. Geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, Sie können, müssen die Weine vom Rudl nicht gleich trinken, sondern sich auch noch Jahre nach dem Kauf derselben über ihren Geschmack freuen. Im Fall dieses Weines können Sie sogar noch einzelne Flascherl erwerben.

  • Ilarria sans sulfites ajoutés 2017, Domaine Ilarria, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

  • Haitza 2017, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

Dienstag, 27. Juni von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz, muss zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden. Wer das Richtige feiert und weiß, was er dabei tut, ist nicht nur kein Würstel, sondern wird sich auch leichter tun, den Angriffen der Heimatparteien auf Demokratie, Menschenrechte und Aufklärung etwas Wirksames entgegenzusetzen.

Monsieur Rudolf Polifka wünscht einen agreablen Sommer!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Sommerweine statt Sommerwasserl. Eine Begriffspräzisierung, am Dienstag, den 20. Juni von 17 bis 21 Uhr

Nix gegen Wasser!

Geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, bitte missverstehen Sie die Überschrift dieser Zeilen nicht als Aufruf, kein oder weniger Wasser zu trinken! Das wäre ja eines Schulmeisters unwürdig. Außerdem trinkt der Rudl selber viel Wasser, nicht nur im Kaffee und im Tee. Mit dem Terminus „Sommerwasserl“ wendet sich Caviste Rudolf gegen das, was von diversen Kommunikationsexpertinnen und -experten regelmäßig zu dieser Jahreszeit als Sommer-, Terrassen- oder Grillwein angepriesen wird. Nur weil etwas keine Struktur hat oder nach künstlichem Erdbeeraroma schmeckt, ist es noch lange kein Sommerwein, wenn Sie den Rudl fragen.

Kommende Woche kredenzt der Rudl glasweise Weine, die man im Sommer gerne trinken mag, die einen gewissen Trinkfluss, wie der Herr K sagt, vorweisen können, Format und Struktur haben und trotzdem etwas gekühlt genossen werden können, ohne dadurch Aromen zu verschenken.

Caviste Rudolf Polifka ist sich bewusst, dass man bei Sommerwein an Rosé denkt, er selber zuerst an Jacquère. Trotzdem oder deshalb wird er dieses Mal um beides einen Bogen machen.

  • Sankt Laurent Klassik 2019, Umathum, Frauenkirchen, Neusiedlersee (3/5)

  • Sans Autre 2021, Côteaux des Girondales, Villaz, Vin de France (4,50/7)

    Man hört gar nicht so selten, dass man aus neugezüchteten pilzresistenten Rebsorten keine interessanten Weine machen kann. Lange Zeit hat der Rudl selber zu dieser Ansicht tendiert. Möglicherweise liegt das Problem aber weniger an den Rebsorten selber als an mangelnder Erfahrung mit diesen, beziehungsweise an mangelndem Alter der entsprechenden Rebstöcke. So hat etwa bereits der Vater von Johannes Zillinger solche Rebsorten ausgepflanzt und sorgfältig kultiviert. Da schaut die Sache dann gleich ganz anders aus. Auch in der Schweiz, von wo die Trauben für diesen Wein stammen, blickt man auf eine jahrzehntelange Erfahrung mit solchen Rebsorten zurück. Das schmeckt man. Was, wenn Sie den Rudl fragen, ganz sicher schief geht, ist der Versuch, sich durch diese Rebsorten Zeit, Sorgfalt oder den Umstieg auf eine biologische Bewirtschaftung des Weingartens ersparen zu wollen.

  • Mondeuse „Mattäi“ 2021, Côteaux des Girondales, Villaz, Vin de France (5/8)

    Vielschichtigkeit braucht nicht zwingend viel Alkohol, auch bei Rotwein nicht; 9,5 Percent – etwas kühlen

  • Mondeuse „Black Giac“ 2020, Domaine Giachino, Chapareillan, AOP Vin de Savoie (4,50/7)

  • Nebula 2020, Domaine de l‘Aitonnement, Aiton, IGP Vin des Allogroges (6/9)

    Douce noire – manche Rebsorten geraten zurecht in Vergessenheit, diese auf gar keinen Fall zurecht, hoffentlich aber überhaupt nicht!

  • Argile Rouge 2018, Domaine des Ardoisières, IGP Vin des Allobroges (6/9)

  • Dolia 2019, Domaine Arretxea, AOP Irouléguy, Sud Ouest (6,50/10)

    Rotwein aus einer Amphore eines baskischen Töpfermeisters – Eleganz und Gerbstoffe, die man auch ohne Pelzmantel gerne trinkt

Dienstag, 20. Juni von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz, muss zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden. Wer das Richtige feiert und weiß, was er dabei tut, ist nicht nur kein Würstel, sondern wird sich auch leichter tun, den Angriffen der Heimatparteien auf Demokratie, Menschenrechte und Aufklärung etwas Wirksames entgegenzusetzen.

Sommerlich strukturiert, aber unverwässert grüßt Herr Rudolf!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

 

 

DONNERSTAG, 15. Juni von 17 bis 21 Uhr: Jahrgang 2019 vol. 2

 

Donnerstag

Der Rudl kann kommende Woche aufgrund Verpflichtungen als Schulmeister nur am Donnerstag aufsperren.

2019

Caviste Rudolf Polifka hat Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, Ende Jänner eröffnet, dass er den Weinjahrgang 2019 überaus schätzt. Diese Begeisterung hat sich auch darin manifestiert, dass der Rudl damals mindestens doppelt so viele exceptionelle Zweitausendneunzehner für eine Kredenzung in Erwägung gezogen hat, als er an einem Abend sinnvollerweise öffnen konnte. Für die anderen Weine dieses Jahrgangs hat es geheißen: Warten! … bis 15. Juni. Da wird der Rudl jetzt jene 2019er ausschenken, die Ende Jänner nicht dran gekommen sind.

Im Folgenden erlaubt sich der Rudl, jene Zeilen, die ihm vor knapp einem halben Jahr zum Jahrgang 2019 eingefallen sind, zu wiederholen:

2019. Eine Wiederholung, rechtzeitig zum Notenschluss

Wenn Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, den Rudl nach dem Wetter fragen, dann fällt ihm dazu nicht viel ein. Nur vielleicht so viel, dass Caviste Rudolf die Klimakrise neben dem Chemiekasten für den größten Feind des Weines hält. Ob man sich deswegen irgendwo anpicken muss, das weiß der Rudl auch nicht. Gar nicht so wenige spucken jetzt – boulevardbeschränkt wie sie immer schon waren – Gift und Galle auf ein paar Jugendliche, die Federn haben, wenn sie an ihre Zukunft denken. Man muss deren Aktionen vermutlich nicht gut finden, um das hysterische Gekeife der anderen, die Bedrohung chronisch dort wahrnehmen, wo sie nicht ist, und mindestens ebenso chronisch dort nicht, wo sie sehr wohl ist, als Indiz für die Wirksamkeit des Protests zu respektieren. Es gibt Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die es als Menschenrecht betrachten, staubtrockenen Fußerls im Lift in die Garage, von dort in der überdimensionierten Tschäsn möglichst ohne Kontakt zu irgendwem und irgendwas bis auf den Parkplatz des sogenannten Supermarktes oder in irgendeine Tiefgarage zu fahren und dabei andere, die zwei oder drei Ecken weiter schauen und vor allem denken, durch Gestank, Radau und Platzraub zu terrorisieren. Und justament solche Hirschinnen und Hirschen bezeichnen Jugendliche, denen nach gut dreißig Jahren Absichtserklärungen schön langsam der Reis geht, als „Terroristen“. So etwas hält Citoyen Rudolf Polifka nicht nur für eine Sauerei, sondern auch für einen Amoklauf gegen die menschliche Vernunft.

Die Stadt, in der Monsieur Rudolf sein Geschäft betreibt, beteuert zwar seit Jahrzehnten, eine westeuropäische Stadt zu sein. Aber ihr Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Beton- und Blechfetischismus scheint diesbezügliche westeuropäische Grenzwerte deutlich zu überschreiten. Das wiederum hat sehr viel mit den Edelfedern zu tun.

Aber was hat das mit Wein zu tun?

In der Sprache der Oenologinnen und Oenologen gibt es den Terminus vom „warmen Jahrgang“. Wenn Sie den Rudl fragen, dann handelt es sich dabei zunehmend um einen Pleonasmus. Seit mindestens zwanzig Jahren ist ein Jahrgang ein warmer Jahrgang und es ist ein Jahrgang ein Jahrgang mit existenzgefährdenden meteorologischen Vorkommnissen. Und wenn Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, das Wort „existenzgefährdend“ in diesem Zusammenhang als überzogen erachten, dann empfiehlt Ihnen der Rudl einen kurzen Blick auf landwirtschaftsspezifische Suizid-Statistiken.

Erfreulicherweise …

scheint es Weinjahrgänge zu geben, die, zumindest was die Affenhitze während der Vegetationsphase betrifft, noch das eine oder andere Anzeichen von Resistenz zeigen. Viele sind es nicht. Mehr werden es auch nicht. Aber 2019 war ganz sicher so ein Jahrgang. Und damit folgt Caviste Rudolf nicht dem Trend, Jahrgänge auf Neun kategorisch als besonders grandios einzustufen. Die Lobeshymnen auf 2009 etwa kann der Rudl überhaupt nicht nachvollziehen. Da erscheinen zumindest dem Rudl seinem Geschmack nach 2008 und 2010 als viel anmutigere Weinjahrgänge. Aber 2019 könnte sich wirklich als ein ganz extraordinairer Jahrgang im einundzwanzigsten Jahrhundert herausstellen. Und wenn die Beton- und Bequemfetischistinnen und -fetischisten nicht recht bald und recht drastisch eingebremst werden – selber werden sie das ziemlich sicher nicht machen -, dann könnten Weinjahrgänge wie 2019 in ihrer Grandiosität auch ziemlich lange und ziemlich allein bleiben.

  • Riesling Wieland 2019, Mantlerhof, Brunn im Felde, Kremstal (6/9)

  • Adaxl Welsch 2019, Weinbau Helga und Alfred Weber, Deutsch-Schützen, Südburgenland (4,50/7)

  • Gamay Blanc 2019, Pignier, Montaigu, AOP Côtes de Jura (6,50/10)

  • Chignin-Bergeron „Les Filles“ 2019, Gilles Berlioz, AOP Vin de Savoie (7/11)

  • Hégoxuri 2019, Domaine Arretxea, AOP Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

  • Sankt Laurent Klassik 2019, Josef Umathum, Frauenkirchen, Neusiedler See (3/5)

  • Dolia Rouge 2019, Domaine Arretxea, AOP Irouléguy, sud Ouest (6,50/10)

DONNERSTAG, 15. Juni von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz, muss zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden. Wer das Richtige feiert und weiß, was er dabei tut, ist nicht nur kein Würstel, sondern wird sich auch leichter tun, den Angriffen der Heimatparteien auf Demokratie, Menschenrechte und Aufklärung etwas Wirksames entgegenzusetzen.

Wetternd grüßt Herr Rudolf!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Quartz, Hégoxuri und fast Prantner – drei Minimalvertikalen mit 10 Jahren Abstand, am Dienstag, den 6. Juni von 17 bis 21 Uhr

 

Quartz

Der Rudl trägt sich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Vertikale des teuersten und womöglich trotzdem besten Weins aus der Weinbauregion Savoyen anzubieten. Im größeren Stil ist aus dieser Vertikale vor Weihnachten nichts geworden. Aber Caviste Rudolf Polifka hat sein Ansinnen abgespeckt und öffnet jetzt einmal die Jahrgänge 2008 und 2018, damit man sich ein Bild vom Reifepotential dieses Weines, der empirisch nachgewiesen zu den sieben Lieblingsweinen vom Rudl zählt, machen kann.

Geometrie

Anders als es heute im Zeitalter der Zeitgemäßheit und der Einheizmatura zeitgemäß erscheint hat der Rudl nie etwas gegen Mathematik einzuwenden gehabt. Ja. Und das obwohl er angenommen hat, dass er Mathematik im engeren Sinn „später einmal nicht brauchen“ werde, wenn er das nicht wollen würde. „Später einmal brauchen“ hält Weinschulrat Rudolf sowieso für eines der schwachsinnigsten Kriterien zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Unterrichtsinhalten. Wie auch immer, ohne die Zusammenhänge genauer zu verstehen, hat der Rudl eine Verwandtschaft zwischen Mathematik, Musik und Religion gespürt oder zumindest vermutet. Überbewerten tut er das nicht, erwähnen mag er es schon. In der Mathematik war dem Rudl stets der Punkt das größte Mysterium. Dass es etwas gibt, mit dem man rechnen kann, das streng genommen, ungeachtet allfälliger sekundär eingebrachter Koordinatensysteme, aber keinen Wert hat, genau genommen also gar nicht existiert, das war und ist dem Rudl halbwegs ein Paradoxon. Da gibt so eine Gerade gleich viel mehr her. Die hat als kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten quasi Hand und Fuß. Na ja, genau genommen gibt es jeden dieser zwei Punkt für sich nicht, aber egal. Was für die Mathematikerin oder den Mathematiker die Gerade, das ist für den Oenologen oder die Oenologin die Vertikale. So wie man von einer Geraden zwar mehr Punkte haben kann, aber nur zwei braucht, kann eine Vertikale aus vielen Jahrgängen eines Weins bestehen. Aber genügen tun zwei. Darum ist Caviste Rudolf in der favorablen Lage, eine Lehrveranstaltung mit gleich drei zweijahrgängigen Vertikalen anbieten zu können. Eine davon aus Quartz – zugegebenermaßen nicht im großen Stil, wie vor Weihnachten einmal in Erwägung gezogen, dafür aber flankiert von zwei anderen Jung&gereift-Paaren, die keinen Grund zum Verstecken haben. Da es sich dabei um keine ganz Unbekannten handelt, erspart Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, der Rudl weitere Zeilen dazu.

  • Alte Reben 2017, Straka, Rechnitz, Südburgenland (4,50/7)

    Zugegebenermaßen nicht exact eine Vertikale, weil bei den Alten Reben auch Weißburgunder dabei ist, aber dem Rudl haben diese in den letzten Jahren immer besser geschmeckt als der Welschriesling, für den dieses Haus vor allem auch bekannt ist.

  • Welschriesling Prantner 2007, Straka, Rechnitz, Südburgenland (5/8)

  • Hégoxuri 2019, Domaine Arretxea, AOP Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

  • Hégoxuri 2009, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (8/12)

  • Quartz 2018, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)

  • Quartz 2008, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (14/21)

Dienstag, 6. Juni von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz, muss zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden. Wer das Richtige feiert und weiß, was er dabei tut, ist nicht nur kein Würstel, sondern wird sich auch leichter tun, den Angriffen der Heimatparteien auf Demokratie, Menschenrechte und Aufklärung etwas Wirksames entgegenzusetzen.

Nicht wertfrei und nicht wertlos, sondern wertvoll grüßt Herr Rudolf!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Quartz

Der Rudl trägt sich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Vertikale des teuersten und womöglich trotzdem besten Weins aus der Weinbauregion Savoyen anzubieten. Im größeren Stil ist aus dieser Vertikale vor Weihnachten nichts geworden. Aber Caviste Rudolf Polifka hat sein Ansinnen abgespeckt und öffnet jetzt einmal die Jahrgänge 2008 und 2018, damit man sich ein Bild vom Reifepotential dieses Weines, der empirisch nachgewiesen zu den sieben Lieblingsweinen vom Rudl zählt, machen kann.

Geometrie

Anders als es heute im Zeitalter der Zeitgemäßheit und der Einheizmatura zeitgemäß erscheint hat der Rudl nie etwas gegen Mathematik einzuwenden gehabt. Ja. Und das obwohl er angenommen hat, dass er Mathematik im engeren Sinn „später einmal nicht brauchen“ werde, wenn er das nicht wollen würde. „Später einmal brauchen“ hält Weinschulrat Rudolf sowieso für eines der schwachsinnigsten Kriterien zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Unterrichtsinhalten. Wie auch immer, ohne die Zusammenhänge genauer zu verstehen, hat der Rudl eine Verwandtschaft zwischen Mathematik, Musik und Religion gespürt oder zumindest vermutet. Überbewerten tut er das nicht, erwähnen mag er es schon. In der Mathematik war dem Rudl stets der Punkt das größte Mysterium. Dass es etwas gibt, mit dem man rechnen kann, das streng genommen, ungeachtet allfälliger sekundär eingebrachter Koordinatensysteme, aber keinen Wert hat, genau genommen also gar nicht existiert, das war und ist dem Rudl halbwegs ein Paradoxon. Da gibt so eine Gerade gleich viel mehr her. Die hat als kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten quasi Hand und Fuß. Na ja, genau genommen gibt es jeden dieser zwei Punkt für sich nicht, aber egal. Was für die Mathematikerin oder den Mathematiker die Gerade, das ist für den Oenologen oder die Oenologin die Vertikale. So wie man von einer Geraden zwar mehr Punkte haben kann, aber nur zwei braucht, kann eine Vertikale aus vielen Jahrgängen eines Weins bestehen. Aber genügen tun zwei. Darum ist Caviste Rudolf in der favorablen Lage, eine Lehrveranstaltung mit gleich drei zweijahrgängigen Vertikalen anbieten zu können. Eine davon aus Quartz – zugegebenermaßen nicht im großen Stil, wie vor Weihnachten einmal in Erwägung gezogen, dafür aber flankiert von zwei anderen Jung&gereift-Paaren, die keinen Grund zum Verstecken haben. Da es sich dabei um keine ganz Unbekannten handelt, erspart Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, der Rudl weitere Zeilen dazu.

  • Alte Reben 2017, Straka, Rechnitz, Südburgenland (4,50/7)

    Zugegebenermaßen nicht exact eine Vertikale, weil bei den Alten Reben auch Weißburgunder dabei ist, aber dem Rudl haben diese in den letzten Jahren immer besser geschmeckt als der Welschriesling, für den dieses Haus vor allem auch bekannt ist.

  • Welschriesling Prantner 2007, Straka, Rechnitz, Südburgenland (5/8)

  • Hégoxuri 2019, Domaine Arretxea, AOP Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

  • Hégoxuri 2009, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (8/12)

  • Quartz 2018, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)

  • Quartz 2008, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (14/21)

Dienstag, 6. Juni von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz, muss zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden. Wer das Richtige feiert und weiß, was er dabei tut, ist nicht nur kein Würstel, sondern wird sich auch leichter tun, den Angriffen der Heimatparteien auf Demokratie, Menschenrechte und Aufklärung etwas Wirksames entgegenzusetzen.

Nicht wertfrei und nicht wertlos, sondern wertvoll grüßt Herr Rudolf!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

 

Quartz

Der Rudl trägt sich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Vertikale des teuersten und womöglich trotzdem besten Weins aus der Weinbauregion Savoyen anzubieten. Im größeren Stil ist aus dieser Vertikale vor Weihnachten nichts geworden. Aber Caviste Rudolf Polifka hat sein Ansinnen abgespeckt und öffnet jetzt einmal die Jahrgänge 2008 und 2018, damit man sich ein Bild vom Reifepotential dieses Weines, der empirisch nachgewiesen zu den sieben Lieblingsweinen vom Rudl zählt, machen kann.

Geometrie

Anders als es heute im Zeitalter der Zeitgemäßheit und der Einheizmatura zeitgemäß erscheint hat der Rudl nie etwas gegen Mathematik einzuwenden gehabt. Ja. Und das obwohl er angenommen hat, dass er Mathematik im engeren Sinn „später einmal nicht brauchen“ werde, wenn er das nicht wollen würde. „Später einmal brauchen“ hält Weinschulrat Rudolf sowieso für eines der schwachsinnigsten Kriterien zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Unterrichtsinhalten. Wie auch immer, ohne die Zusammenhänge genauer zu verstehen, hat der Rudl eine Verwandtschaft zwischen Mathematik, Musik und Religion gespürt oder zumindest vermutet. Überbewerten tut er das nicht, erwähnen mag er es schon. In der Mathematik war dem Rudl stets der Punkt das größte Mysterium. Dass es etwas gibt, mit dem man rechnen kann, das streng genommen, ungeachtet allfälliger sekundär eingebrachter Koordinatensysteme, aber keinen Wert hat, genau genommen also gar nicht existiert, das war und ist dem Rudl halbwegs ein Paradoxon. Da gibt so eine Gerade gleich viel mehr her. Die hat als kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten quasi Hand und Fuß. Na ja, genau genommen gibt es jeden dieser zwei Punkt für sich nicht, aber egal. Was für die Mathematikerin oder den Mathematiker die Gerade, das ist für den Oenologen oder die Oenologin die Vertikale. So wie man von einer Geraden zwar mehr Punkte haben kann, aber nur zwei braucht, kann eine Vertikale aus vielen Jahrgängen eines Weins bestehen. Aber genügen tun zwei. Darum ist Caviste Rudolf in der favorablen Lage, eine Lehrveranstaltung mit gleich drei zweijahrgängigen Vertikalen anbieten zu können. Eine davon aus Quartz – zugegebenermaßen nicht im großen Stil, wie vor Weihnachten einmal in Erwägung gezogen, dafür aber flankiert von zwei anderen Jung&gereift-Paaren, die keinen Grund zum Verstecken haben. Da es sich dabei um keine ganz Unbekannten handelt, erspart Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, der Rudl weitere Zeilen dazu.

  • Alte Reben 2017, Straka, Rechnitz, Südburgenland (4,50/7)

    Zugegebenermaßen nicht exact eine Vertikale, weil bei den Alten Reben auch Weißburgunder dabei ist, aber dem Rudl haben diese in den letzten Jahren immer besser geschmeckt als der Welschriesling, für den dieses Haus vor allem auch bekannt ist.

  • Welschriesling Prantner 2007, Straka, Rechnitz, Südburgenland (5/8)

  • Hégoxuri 2019, Domaine Arretxea, AOP Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

  • Hégoxuri 2009, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (8/12)

  • Quartz 2018, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)

  • Quartz 2008, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (14/21)

Dienstag, 6. Juni von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz, muss zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden. Wer das Richtige feiert und weiß, was er dabei tut, ist nicht nur kein Würstel, sondern wird sich auch leichter tun, den Angriffen der Heimatparteien auf Demokratie, Menschenrechte und Aufklärung etwas Wirksames entgegenzusetzen.

Nicht wertfrei und nicht wertlos, sondern wertvoll grüßt Herr Rudolf!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien