Weinsélection à la Radlgepäcksträger! … und ein möglicher Neujahrsvorsatz, Donnerstag, 8. Jänner, 17 bis 21 Uhr

Die Weinauswahl ist Programm.

Nein, Citoyen Rudolf Polifka möchte Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, nicht gleich am Beginn des neuen Jahres mit Vorsätzen zu dem animieren, was der Herr Kurt in der vierten Zeile von Da Joker gestisch als Reaktion unguter Zeitgenossinnen und Zeitgenossen auf seinen Namen andeutet. Sehr wohl aber hat er das Bedürfnis, am Jahresanfang programmatisch ein paar Pflöcke einzuschlagen, wie man sagt, und diese Ausrichtung durch ein Forschungsthema oenologisch zu manifestieren, Neujahrsansprache im Glas, präziser ausgedrückt: aus dem Glas heraus.

Der Hut brennt.

Wenn man will, kann man es seit den Fünfzigerjahren wissen. Und auch wenn man das nicht will, kann man es zumindest seit den Neunzigerjahren nicht mehr ignorieren. Die NS-Doktrin des „Mochma-liawa-vü!“ (© A.K.) hat uns in die Sackgasse manövriert und auch vor dem Weinbau nicht Halt gemacht. Aber auch dort ist den Helleren bereits in den Fünfzigern gedämmert, dass Intensivierung und Industrialisierung nicht nur grauslig schmecken, sondern auch die Lebensgrundlagen zerstören. Einer dieser Helleren war Prof. Jules Chauvet, Mitglied der Résistance, Biochemiker, Weinhändler und Weinbauer im Beaujolais. Was dieser Wissenschaftler in den Jahren zwischen 1949 und 1989 erforscht und publiziert hat, gehört zum Scharfsinnigsten, womit der Rudl im wahrsten Sinn des Wortes das Vergnügen gehabt hat. Auch Pierre Overnoy hat bereits vor fünfzig Jahres festgestellt, dass die Industrialisierung des Weinbaus zwar ein Gros der fehlerhaften Weine, mit diesen aber auch die veritablen Kunstwerke in der Flasche eliminiert hat, und mehr oder weniger zwangsläufig die Bekanntschaft mit Jules Chauvet gemacht. Als Rudolf Polifka ziemlich exact im Jahr 1992 begonnen hat, sich für Biowein zu interessieren, hat er von Professor Chauvet natürlich noch nichts gewusst. Dieser war drei Jahre zuvor gestorben. Aber der Rudl hätte ohne das extraordinaire Werk von Jules Chauvet ziemlich sicher nicht beginnen können, sich so für Biowein zu interessieren, wie er es getan hat. So schaut’s aus, um noch einmal Herrn Kurt zu strapazieren.

Naturwein. Eine Ambivalenz

Und auch das, was in den letzten Jahren im Zuge der Naturweinbewegung das Licht der Welt erblickt hat, wäre ohne Jules Chauvet nicht möglich gewesen. Impulse von Professor Chauvet aufgenommen zu haben, ist eines der ewigen Verdienste dieser Bewegung. Allerdings beschleicht den Rudl immer wieder einmal der Verdacht, dass bunte Hemden, Tattoos und auch eine gewisse Selbstgerechtigkeit gegenüber der Akribie, Ausdauer und Unbestechlichkeit von Professor Chauvet die Oberhand gewonnen haben. Wenn Marketing, Zeitgeist und Ideologie dominieren, bleibt das Niveau bald einmal auf der Strecke. Industriewein und Naturwein sind dann nur mehr zwei Seiten ein und derselben unerfreulichen Medaille. Übrig bleiben die ernsthaften, qualitätsorientierten und sauber arbeitenden Weinbäuerinnen und Weinbauern, weil Präzision, Vielschichtigkeit und Genialität wenig instagramabel sind als Lautstärke, Grellheit und Lifestyle.

Dann ist da noch das leidige Thema um den Verzicht auf Zugabe von Schwefeldioxid, gewiss nicht unbedeutend, wenn es um die Entfaltung der Natur im Glas geht, aber auch kein alleinseligmachender Weg zu genialem Wein.

Und wenn sich die Naturweinszene jedes halbe Jahr oder so mit dem Aeroplan deplaciert, um sich in der nächsten mondänen Metropole ein Stelldichein zu geben, dann erlaubt sich der Rudl schon die Frage nach der Vereinbarkeit von Mobilitätsverhalten und Naturweinanspruch. Für sich selber hat er diese Frage beantwortet und glänzt auf derlei Veranstaltung durch konsequente und überzeugte Abwesenheit. Die vielversprechenden Weinen finden trotzdem ihren Weg zum Rudl, nicht zuletzt dank Professor Chauvet.

Sélection par vélo

Die Weinhandlung Rudolf Polifka et fils ist sehr klein. Darum hat ihr der Rudl von Beginn an eine strenge Selektion des Sortiments verschrieben: Bioweine von den Bergetappen der Tour de France und Bioweine aus Österreich. Aufgrund des völlig unvorhersehbar über das Schulsystem hereingebrochenen Personalnotstandes ist es dem Rudl schon seit einem Zeitl nur mehr einmal in der Woche möglich aufsperren. Außerdem haben viele österreichische Weinbäuerinnen und Weinbauern einen Onlineshop eingerichtet. Damit kann und will der Rudl nicht konkurrieren. Und drittens erweisen sich die Weinbauregion Savoyen und die Appellation Irouléguy seit der Eröffnung der Weinhandlung Rudolf Polifka et fils als überaus dynamisch (kein kausaler Zusammenhang!), drei Gründe, warum das Angebot vom Rudl über die letzten Jahre noch selektiver geworden ist.

Wenn Caviste Rudolf Polifka jetzt auch noch das öffentliche Verkehrsmittel als Selektionskriterium heranzieht und von oenologischen Lehrausgängen sechs Flaschen von dem Wein, der ihm am allerbesten geschmeckt hat, in seinen Armen oder am Radlgepäcksträger in das Sortiment seines Geschäfts transportiert – Auslese per öffentliches Verkehrsmittel quasi -, dann nicht, weil er so naiv ist zu glauben, dass er sämtliche Weintransporte solcherart abwickeln könnte, und auch nicht weil er dem Handel die alleinige Verantwortung für mobilitätsbedingte Klimaschädigung zuschieben möchte. Diese müssen wir uns schon alle teilen, wenn substanziell etwas weitergehen soll. Dabei gibt der Rudl zu bedenken, dass ein Bereich bei der Frage nach Klimaschutz bis jetzt auffällig unterbelichtet geblieben ist: das Investment. Rudolf Polifka erinnert sich, dass ihm vor ziemlich genau zwanzig Jahren ein penetranter Finanzberater seiner Bank Osteuropafonds aufdrängen wollte. Der Rudl hat das damals schon als menschenrechtlich und ökologisch verantwortungslos abgelehnt. Und er möchte diese Erinnerung dazu nützen, Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, zu einer gewissenhaften Überprüfung der Klimaverträglichkeit Ihrer Investments zu ermuntern. Der Rudl hält so etwas für einen äußerst sinnvollen Vorsatz für das neue Jahr. Denn die skrupellosesten Welt- und Menschenzerstörer verstehen keine Sprache so gut wie die des Geldes.

mit der Nordbahn transportiert:

  • 2024 Welschriesling, Weingut Roland Minkowitsch, Mannersdorf an der March, südöstliches Weinviertel. Nordbahn (2,50/4)
  • 2024 Grüner Veltliner Rochus, Weingut Roland Minkowitsch, Mannersdorf an der March, südliches Weinviertel (3/5)

Zwei- bis dreimal im Jahr treibt sich der Rudl zum Zwecke oenologischer Studien am Rochusberg herum. Die bizarre Erhebung am südöstlichsten Weingarten des Weinviertels, mit Blick auf die Kleinen Karpaten ist einer der Lieblingsorte vom Rudl. Dass dort heute einer der besten Traminer des Landes gemacht wird, hat mittlerweile Tradition. Der Rudl findet, dass auch Grüner Veltliner, Welschriesling und Riesling äußerst gelungene Vertreter der alten Schule dieser Rebsorte sind.

mit der Ostbahn transportiert:

  • MMXX Königlicher Wein, Josef Umathum, Viel mehr darf man bei diesem Wein ja nicht angeben. Eines schon: „Ostbahn lebt“ (4,50/7)

Ob Sie das Auspflanzen einer Rebsorte an einem Ort, wo diese Rebsorte seit allerweil gewachsen ist, heute aber für einen Wein mit Jahrgangs- und Ortsbezeichnung nicht mehr genehmigt ist, als Tradition, Innovation oder als beides betrachten, überlässt der Rudl Ihnen. Dass ein Winzer, der so etwas macht, ein Segen ist für ein Land ist, darf Rudolf Polifka als verifiziert voraussetzen.

mit der Südbahn transportiert:

  • 2023 Zierfandler, Friedrich Kuczera, Gumpoldskirchen, Südbahn (2,50/4)

Gumpoldskirchner Wein hat einen guten Namen. Weine mit einem guten Namen verkaufen sich oft relativ einfach. Und Weine, die sich einfach verkaufen, müssen nicht immer den höchsten geschmacklichen Ansprüchen gerecht werden. Dass es in Gumpoldskirchen heute trotzdem wieder ein paar wirklich gute Weine gibt, wird nicht nur auf die Pionierarbeit von Herrn Fritz zurückzuführen sein. In Anbetracht der Tatsache, dass zwei dieser mehr als nur guten Winzer Weingärten von Friedrich Kuczera übernommen haben, wird man seinen Einfluss aber auch nicht ganz von der Hand weisen können, im Keller nicht und im Weingarten noch viel weniger.

Beschaffung mit der Westbahn und der Franz-Josefs-Bahn:

  • 2023 Grüner Veltliner Steinleithn, Geyerhof, Oberfucha, Kremstal (6/9)
  • 2019 Grüner Veltliner Große Reserve, Geyerhof, Oberfucha, Kremstal, Franz-Josephs-Bahn und Westbahn (7/11)

Im Fall der vielen vom Rudl überaus geschätzten Weine vom Geyerhof hat sich dieser geschäftlich auf den Grünen Veltliner Steinleithn beschränkt. Aber dann gibt es abgesehen von aller Strenge wieder Weine, an denen Caviste Rudolf Polifka einfach nicht vorbei kann. Selektion der besten Trauben aller Lagen, fünfeinhalb Jahre im großen Holz ausgebaut, zwölfeinhalb Percent Alkohol, mit Radl und auf den Gleisen der Westbahn von den ÖBB (nicht vom dings) transportiert, Hinfahrt mit der Franz-Josefs-Bahn.

mit der Tramway transportiert:

  • 2023 Wiener G‘mischter Satz Obere Schos, Peter Uhler, Wien XIX (5/8)

DONNERSTAG, 8. Jänner von 17 bis 21 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl auch im neuen Jahr der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Vélo-oenologisch grüßt Rudolf Polifka!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Frohe Weihnachten & einen guten Rutsch!

Caviste Rudolf Polifka bedankt sich herzlich, wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

nächster Öffnungstag: Donnerstag, 8. Jänner von 17 bis 21 Uhr

Im Übrigen bleibt der Rudl auch 2026 der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

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Weinhandlung Rudolf Polifka et fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Goldener Sonntag, 21. Dezember von 15 bis 18 Uhr: Vin jaune, Schaumwein & Marestel – Bergamote de Nancy

Bergamote de Nancy

Quadratisch, fein säuerlich, transparent, goldfarben, parfumiert ausschließlich mit dem ätherischen Öl der Bergamotte.

… und Wein gibt es auch:

  • 2023 Giac‘ Bulles, Domaine Giachino, Chapareillan, Vin de France (4,50/7) – Pétillant naturel
  • 2021 Crémant de Savoie « Chant de Flocons », Domaine H, Torméry, AOC Crémant de Savoie (5/8)
  • 2020 Crémant de Savoie « Don Giachino », Domaine Giachino, Chapareillan, AOC Crémant de Savoie (5/8) – Méthode traditionelle
  • nv Perles d’Aimavigne, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOC Vin de Savoie (4/6)
  • 2019 Les Perles du Mont Blanc brut zéro, Dominique Belluard – Domaine du Gringet, Ayse, AOC Vin de Savoie (6,50/10)
  • Krimsekt aus der Zeit vor dem russischen Überfall (2,50/4)
  • 2020 Marestel, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOC Roussette de Savoie (5/8) Keksebegleiter if ever there was one
  • 2021 Irouléguy rouge Tradition, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (4,50/7)
  • 2016 Vin jaune, Domaine Pignier, Montaigu, AOC Côtes du Jura (12/18)

Goldener Sonntag, 21. Dezember von 15 bis 18 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Aux Cerveaux, les Menschen, die guten Willens sind!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Schaumwein, Stillwein & Zuckerl, DONNERSTAG, 18. Dezember von 17 bis 21 Uhr

Bergamote de Nancy

Quadratisch, fein säuerlich, transparent, goldfarben, parfumiert ausschließlich mit dem ätherischen Öl der Bergamotte.

Zucker, Glucosesirup, ätherisches Öl der Bergamotte, 150 Grad, ein Kupferkessel zum Erhitzen und Marmorplatten zum Abkühlen der Masse – sonst nix. Es handelt sich um die einzige Confiserieware Frankreichs mit Appellationsstatus.

… und Wein gibt es auch:

  • 2023 Giac‘ Bulles, Domaine Giachino, Chapareillan, Vin de France (4,50/7) – Pétillant naturel
  • 2021 Crémant de Savoie « Chant de Flocons », Domaine H, Torméry, AOC Crémant de Savoie (5/8)
  • 2020 Crémant de Savoie « Don Giachino », Domaine Giachino, Chapareillan, AOC Crémant de Savoie (5/8) – Méthode traditionelle
  • nv Perles d’Aimavigne, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOC Vin de Savoie (4/6)
  • 2019 Les Perles du Mont Blanc brut zéro, Dominique Belluard – Domaine du Gringet, Ayse, AOC Vin de Savoie (6,50/10)
  • Krimsekt aus der Zeit vor dem russischen Überfall (2,50/4)

Weißburgunder „Kalk und Schiefer“, Weingut Jalits, Badersdorf, Eisenberg – Csaterberg (5/8)

  • 2021 Irouléguy rouge Tradition, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (4,50/7)

Donnerstag, 18. Dezember von 17 bis 21 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Aux Cerveaux, les Citoyens!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Heute, Silberner Sonntag, 14. Dezember von 15 bis 18 Uhr: Quartz und Schiste von 2008 bis 2023, andere Weine und Bergamote de Nancy

Anders als ursprünglich angekündigt wird es zumindest am Beginn des Silbernen Sonntags in der Weinhandlung Rudolf Polifka et fils noch die vollständige Serie Schiste und Quartz vom letzten Donnerstag glasweise geben. Sollte es im Lauf des Nachmittags dann zu Engpässen kommen, wird der Rudl andere Weine einwechseln:

  • 2023 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (8,50/13)
  • 2023 Chignin-Bergeron « Echalas », Domaine H, Tormery, AOC Vin de Savoie (6,50/10)
  • 2018 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (9/14)
  • 2018 Quartz, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)
  • 2015 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (10/15)
  • 2015 Quartz, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (13/20)
  • 2008 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)
  • 2008 Quartz, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (14/21)

Ersatzbank :

  • 2023 Silice Blanc, Maison des Ardoisières, Fréterive, Vin de France (4,50/7)
  • 2020 Jacquère, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOC Vin de Savoie (3/5)
  • 2021 Irouléguy rouge Tradition, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (4,50/7)

Neu

Der Rudl ist in einem Alter, wo er keine Süßigkeiten braucht. Fast keine. Es gibt ein Zuckerl, das der Rudl seit 2006 gesucht, aber nirgends gefunden hat. Und jetzt ist es sogar im Sortiment:

Bergamote de Nancy. Der Rudl hat eine Freude.

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Caviste Rudolf Polifka grüßt Glanz und Demut!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Reifeverhalten von Quartz und Schiste (Domaine des Ardoisières) über einen Zeitraum von 15 Jahren: 2008 bis 2023. DONNERSTAG, 11. Dezember von 17 bis 21 Uhr

Es ist jetzt schon ein Zeitl, dass sich Caviste Rudolf Polifka mit dem Gedanken an eine Vertikale des teuersten Weins aus seinem Sortiment trägt. Die Umsetzung dieser Idee hat der Rudl jetzt erfolgreich drei Jahre vor sich hergeschoben. Bei der Frage, was erkenntnistheoretisch der Wert so eines Unterfangens sein könnte, überzeugt das klassische Ziel einer Vertikale nur bedingt. Zur Erkenntnis, dass nicht jeder Jahrgang gleich schmeckt, kann man wahrscheinlich auch über den Vergleich verschiedener Jahrgänge eines einfacheren Weins gelangen. Eine solche lässt sich mehr oder weniger prägnant mit jedem nicht industriell gemachten Wein gewinnen. Was den Rudl im Zusammenhang mit Quartz und Schiste viel mehr interessiert und wonach er auch immer wieder gefragt wird, ist der Unterschied zwischen beiden Weinen. Dazu erfahren Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, im Folgenden technisch-analytische und historische Daten. Die empirische Vollendung kredenzt Monsieur Rudolf kommende Woche in der Weinhandlung Rudolf Polifka et fils.

Technische Daten: Schiste

Wie Quartz wächst auch Schiste auf den Terrassen des Weinbergs von Cevins. Der war seit den Fünfzigerjahren zunehmend verwaldet, bis Michel Grisard die Idee zur Rekultivierung gehabt hat. Auf einer Hangneigung von bis zu sechzig Percent schauen diese Reben in Richtung Süd-Osten. Der karge Boden besteht aus Schiefer. Jaquère zu vierzig Percent, Roussanne zu dreißig, Pinot gris zu zwanzig und Mondeuse blanche zu zehn beträgt die Gewichtung der Rebsorten. Stockkultur mit dreißig Hektolitern am Hektar, wenn es gut geht, was in den letzten Jahren eher die Ausnahme gewesen ist. Anders als die Weinstöcke, die etwas weiter isèreabwärts savoyardischen Appellationsstatus genießen, scheint das Terroir in Cevins geologisch zwar begünstigt, extremen Wettereignissen gegenüber jedoch massiver ausgesetzt zu sein.

Technische Daten: Quartz

Dasselbe Terroir, lediglich wenige Jahre ältere Rebstöcke, weil Michel Grisard 1998 die ersten zwanzig Ar des neu gerodeten Terrains zuerst einmal mit Altesse bepflanzt hat. Geringfügig heißere Ausrichtung der Terrassen nach Süd-Südost, Stockkultur auf Schieferboden und ein noch geringerer Ertrag (zwanzig Hektoliter am Hektar)

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Abgesehen von den Rebsorten, sechs zusätzlichen Monaten Ausbau und der Tatsache, dass die Altesse-Stöcke eine Spur mehr nach Süden schauen, sind an diesen Daten für den Rudl keine Unterschiede zwischen Schiste und Quartz auszumachen. Freilich können auf diesem Niveau auch noch andere Faktoren, die der Rudl nicht kennt, eine Rolle spielen. In der Jugend erscheinen dem Rudl die Unterschiede zwischen diesen beiden Weinen alles andere als kolossal zu sein. Was den Rudl interessiert ist das Reifungsverhalten der beiden Weine.

Weinberg von Cevins. Eine Stundenwiederholung

Der Weinberg von Cevins wurde in den Fünfzigerjahren von Bauern an den Wald übergeben und war bald darauf kein Weinberg mehr. Er wäre ziemlich sicher auch ein Wald geblieben, wenn sich im April 1997 nicht der Bürgermeister von Cevins und ein paar Verantwortliche der Vereinigung Vivre en Tarentaise mit dem damals noch belächelten Biodynamiepionier Michel Grisard zusammengesetzt hätten. Michel Grisard wird man ohne große Übertreibung als den Pierre Overnoy von Savoyen bezeichnen können. Wenige Monate später sind zwanzig Ar Altesse ausgepflanzt worden. Ende desselben Jahres haben die Grundbesitzer dem Wald die rote Karte gezeigt und Anfang 1999 ist es dann richtig losgegangen. Zuerst haben Sie die Wurzeln entfernt, dann den Weinberg terrassiert. Im Oktober 2002 hat Michel Grisard zweiundzwanzig Hektoliter vom Weinberg in Cevins vinifiziert. Viel würde der Rudl dafür geben, diesen Wein einmal kosten zu dürfen. Ein 2005er Schiste ist bis jetzt das Älteste, was er von diesen damals extrem jungen Reben getrunken hat. Und das war alles andere als unbeeindruckend.

Davor, 2003, haben einander Michel Grisard und Brice Omont getroffen. Letzterer kommt von einem Getreidebauern aus der Champagne und wollte ursprünglich besondere Biere brauen. Aber das hat sich dann alles ganz anders ergeben. Zum Glück!

  • 2023 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (8,50/13)
  • 2023 Chignin-Bergeron « Echalas », Domaine H, Tormery, AOC Vin de Savoie (6,50/10)

ein nicht-maskierter Pirat in dieser Serien, wenn Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, so wollen; reinsorte Roussanne und somit zu einem knappen Drittel rebsortentechnisch deckungsgleich mit Schiste – auch der Jahrgang passt, aber ein anderes Weingut, auch ein anderer Boden, nämlich Kalkgeröll, aber wiederum ein Weinbauer mit Ambition und somit oenologisch doch nicht ganz unverwandt mit Michel Grisard

2018 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (9/14)

  • 2018 Quartz, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)
  • 2015 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (10/15)
  • 2015 Quartz, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (13/20)
  • 2008 Schiste, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (12/18)
  • 2008 Quartz, Domaine des Ardoisières, Cevins, IGP Vin des Allobroges (14/21)

MITTWOCH, 11. Dezember von 17 bis 21 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Zeitgeistfrei und nicht-artifiziell grüßt Rudolf Polifka Intelligenz. Aux cerveaux, les citoyens!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Wehret dem Krampus! Weine von Dominique Belluard, Andreas Tscheppe, Karl Schnabel, Sepp Muster, Maxime Magnon und Peio Espil – ganz ohne zugesetztes SO2,  ausnahmsweise noch einmal MITTWOCH, 3. Dezember von 17 bis 21 Uhr

Fragen und keine Antworten

Als Schulmeister entkommt dem Rudl immer wieder die Behauptung, es gebe keine dummen Fragen. Natürlich stimmt das nicht. „Sind Sie für oder gegen Schwefel?“ wäre eine solche, eine saudumme noch dazu. Schwefel entsteht unter anderem im Zuge der Gärung, zum Glück. Andernfalls könnte man vergorenen Traubensaft vermutlich nur unter Aufbietung eines Übermaßes an Überwindung trinken. Viele Winzerinnen und Winzer, noch viel mehr jedoch Weinindustrielle helfen noch ein bisschen nach und fügen dem Wein in den unterschiedlichsten Stadien, nicht selten bereits den Trauben, Schwefel bei, manche sogar sehr oft und viel. Auch da wird ein Übermaß an Überwindung … und Kopfwehtabletten nicht schaden.

Ambivalenzen

Wein ist eine ambivalente Angelegenheit. Das können Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, im Kapitel 9 des Buches Genesis nachlesen. Das ist dreitausend Jahre alt. Und niemand Geringerer als Noah selbst erlebt dort, wie schnell der Wein vom Ausdruck höchster menschlicher Zivilisation zum Mittel des würdelosen Verlustes einer solchen werden kann. Viel von dieser Ambivalenz spiegelt sich in auch Teilaspekten von Wein wider, in der Frage nach dem Schwefel beispielsweise.

Der Rudl hat überhaupt kein Problem mit einem Schwefelzusatz, der sich darauf beschränkt, unerwünschte Devianzen zu verhindern. Mehr braucht er aber nicht. Selbstverständlich sind ihm Weine ganz ohne Schwefelzusatz genauso recht. Den Schwefel als Ideologie braucht er so wenig dringend wie den Verzicht auf denselben als Ideologie.

Prof. Jules Chauvet

Wissenschaftler, Winzer und Weinbauer – Wein ohne Schwefelzusatz wäre ohne seine Studien heute schwer denkbar. In den fünfziger Jahren hat er an der Universität Lyon und in seinem Weingut in La-Chapelle-de Guinchay im Beaujolais dazu bahnbrechend gearbeitet.

  • 2016 Pur Jus, Dominique Belluard, Ayse, AOC Vin de Savoie (7/11)
  • 2023 Muskateller vom Opok, Maria und Sepp Muster, Schlossberg, Südsteiermark (6/9)
  • 2023 Segelfalter, Elisabeth und Andreas Tscheppe, Glanz an der Weinstraße, Südsteiermark (8/12)
  • 2019 Cuvée Rose, Maxime Magnon, Durban-les-Corbières, AOC Corbières (9/14)

Maxime Magnon war Schüler von Marcel Lapierre und Marcel Lapierre war Schüler von Jules Chauvet. Darum ist Maxime Magnon einer der allerersten Winzer im Sortiment der Weinhandlung Rudolf Polifka et fils, wenn es um Weine ohne Schwefelzusatz geht. Der Rudl hat trotzdem beim Weinbauern nachgefragt, welche seiner drei Weine im Sortiment vom Rudl ganz ohne Schwefelzusatz geblieben sind. Campagnès 2021 hat Caviste Rudolf Polifka gerade glasweise offeriert, darum kommende Woche Cuvée Rose, kein Rosé, sondern benannt nach Maximes Tochter, Cinsault und Grenache noir.

  • 2017 Irouléguy Rouge sans sulfites ajoutés, Domaine Ilarria, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6,50/10)

Für den Rudl ist das ein Musterbeispiel an schwefelsparender Oenologie. Peio Espil macht diesen Wein, ohne ihn zu schwefeln.

  • 2018 Urgestein, Eva und Karl Schnabel, Sausal, Südsteiermark (4,50/7)

MITTWOCH, 3. Dezember von 17 bis 21 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Rudolf Polifka grüßt den Niglo … und den Krampus auch ein bissl!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Rebsorten, die es in Österreich nicht gibt. Donnerstag, 27. November von 17 bis 21 Uhr

Sprachliche Treffsicherheit

Geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, Sie haben natürlich sofort bemerkt, dass diese Überschrift kein Musterbeispiel sprachlicher Treffsicherheit darstellt. Vielleicht könnte sie lauten: „Rebsorten, von denen der Rudl in Österreich noch keinen Rebstock gefunden oder von solchen noch nichts vernommen hätte“ – etwas sperrig, zugegeben, aber näher an den nicht-alternativen Fakten.

Rebsorten

… spielen in Österreich eine große Rolle. Darum werden sie in weinaffinen Kreisen meist auch positiv oder negativ besetzt. So gilt der Grüne Veltliner etwa als regelrechtes Identitätssymbol, Welschriesling hingegen eher als Synonym für Schlichtheit und Belanglosigkeit. Das hat zur Folge, dass es für Weinbäuerinnen und Weinbauern oft schwierig ist, durch eine Änderung in der Arbeitsweise, eine andere Wahrnehmung ihrer Weine herbeizuführen. Welschriesling bleibt halt für viele Welschriesling. Was engagierte Winzerinnen und Winzer damit machen, gärt oft unter dem Radar.

Für den Rudl ein regelrechtes Mysterium stellt die Anerkennung von Rebsorten in Österreich dar. Nehmen Sie beispielsweise Syrah. Es gibt Weinmeister, die folgen der Maxime „Mochma liawa vü!“ (A.K.) und haben eine Freude mit Syrah. Es gibt Weinmeister mit Weingärten an der Côte-Rôtie, in Saint Joseph oder Hermitage. Die haben auch eine Freude. Bei vielen anderen hingegen hat sich das Auspflanzen von Syrah nicht als zukunftsträchtige Idee erwiesen. Darum gibt es gar nicht so wenig Winzerinnen und Winzer, etwa im Languedoc, die jetzt rückgängig machen, was ihre Väter in guter Absicht an Reformen im Weingarten durchgeführt haben. Sie reißen Syrah wieder heraus und pflanzen Carignan, Terret oder andere alte Rebsorten, die der Affenhitze dort unten besser gewachsen sind als der vormalige Wunderwuzzi Syrah. In Österreich hat man Syrah auch als Rebsorte für Qualitätswein anerkannt, Hárslevelü nicht.

Es gibt natürlich Rebsorten, die in Österreich in keinem Weingarten oder äußerstenfalls in Versuchsanlagen stehen. Zumindest wüsste Caviste Rudolf Polifka nichts davon. In Anbetracht der Dimensionen Österreichs sind das naheliegenderweise ziemlich viele. Die wenigstens davon kennt der Rudl, ein paar schon. Und denen widmet er das Forschungsprogramm der kommenden Woche.    

  • 2024 Ribolla gialla, Marco Sara, Povoletto, Friuli Colli Orientali (5/8)

Über diese Rebsorte wundert sich der Rudl. Gar nicht weit weg von der Steiermark ist sie autochthon und fast ein bissl dominant. Sie hat sogar einen eingedeutschten Namen: „Gelber Ribolla“. In Österreich spielt sie aber überhaupt keine Rolle. Es soll sich bei ihr um ein Relikt des Imperium Romanum gehandelt haben. Dass dieses oenologisch ganz weit vorne war, hat sich sogar zur Volksfront von Judäa durchgesprochen.

  • 2018 Muscadet Cru Gorges, Domaine Michel Brégeon, Gorges, AOC Muscadet, Loire (6/9)

Was geschieht, wenn man nur auf Masse für den Export setzt, kann man im Muscadet studieren. Und wie schwer es ist, vom Image des „Mochma liawa vü!“ wieder wegzukommen, kann Ihnen André Michel Brégeon erzählen. Melon de Bourgogne stammt aus Burgund, spielt dort aber keine Rolle mehr. Am Unterlauf der Loire ist sie dafür Platzhirsch.

  • 2018 Père Joseph, Giulio Moriondo, Quart, Aostatal, Italien (10/16)

Stundenwiederholung. Petit Rouge à baie blanche. Diese Rebsorte hat Giulio Moriondo auf einem seiner unermüdlichen Streifzüge durch alte Weingärten identifiziert. Den Weingarten, in dem er ihn aufgespürt hat, gibt es wie viele andere alte Weingärten im Aostatal nicht mehr. Giulio Moriondo hat diesen Wein nach seinem Lehrer Pater Joseph Vaudan (1925-2008) benannt. Vaudan gilt als Personifizierung der oenologischen Beziehungen zwischen Schweizer Wallis und dem Aostatal, sowie als Initiator der Wiedergeburt des Weinbaus im Aostatal in den fünfziger Jahren. Père Joseph ist am 26. September 2018 bei voller Reife streng selektiv gelesen worden. Sehr sanfte Pressung, ähnlich vorsichtig die Schwefelung, fünf Gramm pro Hektoliter. Dann hat der Wein spontan zu gären begonnen. Aber das macht sowieso jeder nicht pasteurisierte und nicht von Schwefel erstickte Traubensaft. Zweimal ist Père Joseph umgezogen worden, das erste Mal nach der Gärung, das zweite Mal am 8. Dezember 2021 beim Abfüllen in die Flascherln. Keine Klärung, kein Filter und auch keine Stabilisierung. Mehr Goldreflexe als Grünreflexe – im Aostatal ist es heiß. Intensität, Blumenwiese, Würze, balsamisch und ein Batzen Steinigkeit. Giulio Moriondo empfiehlt Père Joseph genauso zu Fisch in Saucen wie zu reifem Käse. Dem Rudl seine Lieblingsweinzeitschrift schreibt von „pureté cristallin“ (kristalliner Reinheit).

  • 2023 Silice Blanc, Maison des Ardoisières, Fréterive, Vin de France (4,50/7)

Für Caviste Rudolf Polifka und viele von Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, ist Jacquère keine Unbekannte, für das Gros weinaffiner Zeitgenossinen und Zeitgenossen aber schon, für weniger weinaffine sowieso. Aber das ist keine Schande. Selbst in Frankreich muss man als oenologisch halbwegs interessierter Mensch Jacquère nicht kennen. Dafür ist die Rebfläche der Weinbauregion Savoyen viel zu klein. Ungefähr tausend Hektar sind in Frankreich mit Jacquère bestockt. Der Fähigkeit dieser Rebsorte, den Kalkboden in das Glas zu befördern und an ihrer Resistenz gegenüber heißen Sommern tut die Unbekanntheit aber keinen Abbruch.

  • 2020 Altesse, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOC Roussette de Savoie (4/6)

Von der Verbreitung her ist Altesse noch um ein Eck rarer als Jacquère, gute 300 Hektar. Ob sie den Herausforderungen der Klimakrise im selben Ausmaß gewachsen ist wie Jacquère, bezweifelt der Rudl, hofft es aber. Denn Altesse, Petit Manseng und Chenin blanc sind vielleicht so etwas wie „Lieblingsrebsorten“ von Caviste Rudolf Polifka, sofern dieser Terminus einen Sinn hat.

  • 2021 Mondeuse « mattäi », Côteaux des Girondales, Villaz, Vin de France (5/8)

Wie Altesse gehört Mondeuse zur Rebsortenfamlie der Sérines. Darüber hat Weinschulmeister Rudolf Polifka im März 2024 ausführlicher doziert. Autochthone Savoyardin, möglicherweise bereits Plinius dem Älteren als „Allobrogicae“ bekannt. 300 Hektar und Weine, die wirklich ein Pfefferl haben, ein ganz ordentliches sogar. Wenig Alkohol, umso mehr Tannin.

  • 2022 Mine de Rien, Les Deplaude de Tartaras, Tartaras, IGP Collines Rhôdaniennes (5/8)

Mornen noir ist seinerzeit sowohl an der Rhône als auch an der Loire gewachsen. Heute wächst sie fast gar nicht mehr. Wenig Alkohol, Cassis, Hollerbeeren, Schlehe.

  • 2021 Campagnès, Maxime Magnon, AOC Corbières, Durban-les-Corbières, Languedoc (7/11)

Reinsortige Carignan von Maxime Magnon aus den Corbières

Donnerstag, 27. November von 17 bis 21 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Rudolf Polifka grüßt Autochthone gerade so wie weniger und nicht Autochthone! Gut müssen sie sein, die Rebsorten und die Menschen.

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Überflüssige Fragen I: Beaujolais nouveau oder steirischer Junker? AUSNAHMSWEISE MITTWOCH, 19. November von 17 bis 21 Uhr

Mittwoch

Der Donnerstag ist ein beliebter Wochentag. Das könnte mit dem Wochenende zu tun haben. In den Wochen vor Weihnachten scheint der Donnerstag noch eine Spur beliebter zu sein. Da finden dann ganz besonders viele erfreuliche und weniger erfreuliche Veranstaltungen an Donnerstagen statt. Darum sieht sich der Rudl gezwungen, in der kommenden Woche und in der Woche vor dem Tag des Heiligen Niglo nicht am Donnerstag, sondern am Mittwoch aufzusperren. Das sind Mittwoch, der 19. November und Mittwoch, der 3. Dezember. In den übrigen Wochen bis Weihnachten ist die Weinhandlung Rudolf Polifka et fils heuer wie üblich donnerstags von 17 bis 21 Uhr geöffnet.

Brisantes Duell

Es ist zugegebenermaßen keine große Kunst und in halbwegs weinaffinen Kreisen so wenig kontroversiell wie originell, sich über den Jungweinkult zu mokieren. Der Rudl macht es trotzdem, gleich zweimal. Dabei hat er den Startschuss zur Ausschank des steirischen Junkers zum Anlass genommen, gereifte Weine von Schmecke das Leben zu kredenzen. Der Junker scheint ja ein ungeduldiger Patron zu sein. Er wird heute deutlich früher angeboten als vor fünfundzwanzig Jahren. Er ist also ein beweglicher Jungwein, der immer jünger wird. Beaujolais nouveau ist auch jung, aber stabiler. Das Harren auf ihn endet beinahe seit Erfindung der Vitis vinifera um null Uhr nach dem dritten Mittwoch im November. Und obwohl der steirische Junker geographisch näher liegt, erscheint dem Rudl Beaujolais bedeutender. Das hat vor allem mit der Rebsorte Gamay zu tun. Sie ist quasi rebsortentechnisch der Ausgangspunkt der Naturwein- und wohl auch der Bioweinbewegung. Wie biologischer Wein heute ohne die Arbeiten von Jules Chauvet aus den fünfziger Jahren schmecken würde, möchte sich der Rudl lieber nur vorstellen, aber nicht trinken müssen. 

Gamay

… gilt ein bissl als Synonym für Beaujolais, wo er mehr oder weniger neunzig Percent der Rebfläche repräsentiert. Aber abgesehen davon, dass man dem Beaujolais unrecht tut, wenn man es mit Jungwein gleichsetzt, tut man dem Gamay unrecht, wenn man ihn als Synonym für Beaujolais missversteht. Am allerunzutreffendsten wäre eine Kombination aus beidem. Dass es sich bei Gamay nicht um eine rote Entsprechung etwa zu Bouvier handelt, beweisen dreißig Jahre alte Morgons, Fleuries oder Moulin-à-Vents. Bei kargem Boden, vielleicht sogar aus Granit und lockerbeerigen Klonen kann diese Rebsorte veritable Mirakel an Vielschichtigkeit, Eleganz und Harmonie hervorbringen. In Anbetracht der Verwandtschaft des Gamays mag das freilich auch nicht verwunden, handelt es sich bei ihm doch um ein Wunschkind des Pinot noir.

Geographisch ist festzuhalten, dass es Gamay beispielsweise auch in anderen Teilen Burgunds, in Savoyen und vor allem in der Auvergne gibt. In den vulkanischen Terroirs rund um den Puy de Dôme ist man auf eine eigene Spielart der Rebsorte, den Gamay d’Auvergne, stolz. In der Schweiz und im Aostatal wächst Gamay, in Österreich, soviel der Rudl bisher in Erfahrung bringen konnte, nicht. Heunisch und Pinot noir sind die freiwilligen Eltern von Gamay, den man zumindest von Frankreich aus als eine Liaison von Heimat und Fremde betrachten darf, stammt doch Pinot noir aus Burgund, während es sich beim Heunisch um ein Mitbringsel der Römer gehandelt hat.

Darüber hinaus ist dem Rudl aufgefallen, dass er seit dem letzten Gamay-Forschungsabend sechs Weine, in denen Gamay zumindest eine Rolle spielt, neu in sein Sortiment aufgenommen hat. Und die drängen förmlich ins Glas.

Beaujolais nouveau

Vielleicht gibt es davon auch gute. Einfach vorzustellen ist das für den Rudl nicht. Auf alle Fälle kredenzt Caviste Rudolf Polifka am Abend vor dem Startschuss für den Beaujolais nouveau 2025 Gamays unterschiedlicher Provenienz und Machart glasweise. Und wenn Sie dann noch drei Stunden warten, können Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, sofern Sie das wünschen, vielleicht noch ein Glasl vom Neuen trinken, nicht beim Rudl, jedoch irgendwo im ersten Wiener Gemeindebezirk. Aber der ist – kulinarisch betrachtet – eine andere Geschichte, eine ganz andere.

  • 2021/2022 Brisûre, Domaine les Cortis, Andert-et-Condon, Bugey, Vin de France (5/8)

fünfzig Percent direkt gepresster Gamay teinturier, fünfzig Percent Altesse, Jahrgangsassemblage von 2021 und 2022, zwölf, beziehungsweise vierundzwanzig Monate im 600-Literfass

  • 2024 Giac’ Potes, Domaine Giachino, Chapareillan, AOC Vin de Savoie (4,50/7)

Gamay und Mondeuse vom Fuß des Chartreuse-Gebirges

  • 2024 Mémoire de Madone, Vieilles Vignes, Les Vins de la Madone, Champdieu, AOC Côtes du Forez (6,50/10)

Vulkanboden, Gamay d’Auvergne, geringer Ertrag (dreißig Hektoliter am Hektar). Handlese, fünfzehn Tage auf der Maische, Sandsteinamphore. Fast alles andere ist dann auch geklärt. Ein Nachsatz: Wenn Sie zu einem aromatisch intensiveren Käse oder Fleisch einen steinigen Kontrast suchen, ist dieser Wein eine Möglichkeit.

  • 2018 Gamay, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOC Vin de Savoie (3/5)
  • 2018 Argile Rouge, Domaine des Ardoisières, Saint Pierre de Soucy, IGP Vin des Allobroges (6/9)

65 % Gamay, 25 % Mondeuse, 10% Persan

  • 2021 Campagnès, Maxime Magnon, Durban-les-Corbières, Languedoc, AOC Corbières

Campagnès besteht nicht aus Gamay. Vielmehr wächst er auf ganz alten Carignan-Rebstöcken. Und Carignan ist vom Rebsortencharakter ungefähr das Gegenteil von Gamay. Darum wird er auch eher selten sortenrein vinifiziert. Aber Maxime Magnon hat bei Marcel Lapierre in Morgon im Beaujolais gelernt. Marcel Lapierre wiederum war ein Schüler von Jules Chauvet, dem großen Weingelehrten aus La Chapelle de Guinchay. Der Rudl hat momentan keinen Beaujolais im Sortiment. Privat hat er genau 4. Die wollen reifen. Darum vertritt Campagnès von Maxime Magnon das Beaujolais. Das Wissen und die Handwerkskunst des Winzers sind aus dem Beaujolais. Und das ist gar nicht wenig.

  • 1979 Bouvier, Trockenbeerenauslese, Weingut Gangl, Illmitz, Neusiedlersee (10/-)

Noch weniger als Beaujolais besitzt der Rudl Bouviers.

MITTWOCH, 19. November von 17 bis 21 Uhr

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Gereift grüßt Rudolf Polifka!

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59 Jahre Hégoxuri, Donnerstag, 13. November, 17 bis 21 Uhr

Weinauktion zugunsten des Integrationshauses

Zum 29. Mal findet sie heuer statt. Der Rudl war bei der ersten im siebenundneunziger Jahr dabei. Das war halt Glück, weil er gerade in diesem Jahr nach Wien übersiedelt war. Er kann sich nicht erinnern, seit 1997 eine versäumt zu haben. Ausgesprochen freuen tut er sich, wenn er jemanden dort trifft. Am kommenden Mittwoch, den 12. November ist es wieder so weit. Altes Rathaus, Wipplinger Straße 8, ab 19 Uhr (Einlass 18 Uhr). „Gemmas wieda an!“ würde der Herr Kurt vielleicht sagen. „Oiso zahts an!“ möchte der Rudl sekundieren.

Lieblingswein?

In nicht ganz regelmäßigen Abständen drängt es Caviste Rudolf Polifka seinen Lieblingswein zum Objekt oenologischer Forschungen zu machen. Meistens sind ein, zwei oder mehr Vergleichsweine dabei. Höchste Zeit, sich einmal ausschließlich dem Lieblingswein zu widmen. Paradoxerweise. Denn der Rudl hält das Wort „Lieblingswein“ für einen Unsinn, genaugenommen sogar für einen Widerspruch in sich. Unterscheidet sich Wein, mit dem der Rudl etwas anfangen kann, doch gerade in seiner Unberechenbarkeit von industriellen Getränken. Über die Jahrgänge hinweg könnte demzufolge nur ein Industriewein ein Lieblingswein sein. Dem Rudl fehlt jedoch die Phantasie, sich einen Industriewein als Lieblingswein vorzustellen. Egal. Seit dem ersten Besuch von Monsieur Rudolf bei der Domaine Arretxea ist Hégoxuri für den Rudl ein ganz besonderer Wein. Das Weingut hat ab 2009 über dem Hégoxuri terroirspezifische Weißweine herausgebracht. Zuerst Grès-Schistes und Pantxuri Ophite, dann Grès, Schistes und Ophite. Ophite ist später wieder weggefallen. Drum sind es momentan zwei. Allerdings ist der Weingarten für einen Return des Weißweins vom Vulkangestein schon gepflanzt. Bekommen tut man diese terroirspezifischen Weine stets ausschließlich mit einem Batzen Beharrlichkeit und in homöopathischen Dosen. Kaum absehbar, dass sich daran viel ändern wird. Hégoxuri kennt Monsieur Rudolf schon länger, nicht viel länger, aber länger. In dem Sommer, in dem der Rudl zum ersten Mal einen Hégoxuri – es war der siebener Jahrgang – getrunken hat, war er auch bei der Domaine Didier Dagueneau, bei Michel Lafarge, Vacheron, Yvonne Hégoburu und Dominique Belluard. Hégoxuri war der Wein, der den Rudl am meisten beeindruckt hat und von dem er nach der Studienreise unverzüglich alle von ihm auf digitalem und analogem Weg aufgefundenen Jahrgänge gekauft hat, respektive das immer noch macht. Unter diesen Voraussetzungen verzeiht sich Caviste Rudolf Polifka das Strapazieren des an sich sinnlosen Begriffs „Lieblingswein“.      

Name als oenologisches Programm. Eine Stundenwiederholung

Die Domaine Arretxea heißt auf Deutsch übersetzt „Weingut Steinhaus“. Übersetzt kann man diese drei Wörter als oenologisches Programm des

Weinmeisters Michel Riouspeyrous lesen.

Wein – gut

Dass ein Wein sich nicht zuletzt durch die Eigenschaft gut auszeichnen soll, ist eine Erwartung von eingeschränkt kontroversiellem Gehalt. Dass ein guter Wein keine so relative Angelegenheit ist, wie manch Postmodernistin oder Postmodernist vielleicht meint, wird der Rudl aber auch nie zu betonen müde werden. Er sieht sich da als Religionsschulmeister viel zu sehr in der Tradition der sokratischen Aufklärung, als dass er dem Wer-laut-ist-hat-Recht-Getöse folgen würde. Da mögen die Inszenierung noch so spektakulär, die Follower noch so viele und die Kommunikation noch so kalkuliert sein. Für den Rudl gibt es Kriterien des Wahren, Guten und Schönen, im Leben wie beim Wein. Vielschichtigkeit, Harmonie, Dezenz, Struktur und ein Reifungsverlauf, der den Wein verändert, ohne ihn müde, alt oder fad dastehen zu lassen – das ist am Gaumen vom Rudl ein guter Wein. Diesbezüglich lässt Hégoxuri von der Domaine Arretxea dem Rudl nichts zu wünschen übrig. Und darum ist die Domaine Arretxea für den Rudl auch ein Weingut, dessen letzte drei Buchstaben wörtlich zu nehmen sind.

Stein

Geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: Der Terminus mineralisch gehört nicht zum aktiven oenologischen Wortschatz von Herrn Rudolf. Dass Weine nach aneinander geschlagenen Steinen riechen können, kann der Rudl empirisch nachvollziehen. Gar nicht selten sind das jene Weine, die ihm besonders gut schmecken. Es gibt Weinbauern, die sich ganz besonders intensiv für die geologischen Gegebenheiten in ihren Weingärten interessieren. Josef Mantler ist so einer. Josef Maier ist auch so einer, Josef Lentsch, Josef Umathum, Josef Muster detto … und Michel Riouspeyrous auch. Dabei meint der Rudl wahrzunehmen, dass sich gerade diese Weinbauern äußerst sparsam in der Verwendung des Wortes „mineralisch“ erweisen.

Haus

Zu guter Letzt erscheint dem Rudl dieses Wort nicht unwesentlich. Mit der Vorstellung, dass sich Wein im Weingarten „quasi eh von selber“ mache, kann der Rudl nicht viel anfangen. Sein Faible für biologischen Wein hat er im Jahr 1992 vor einer Weinflasche von Franz Steindl aus Purbach entdeckt. Seither hat der eine oder andere Tropfen biologischen Weins den Gaumen von Rudolf Polifka passiert. Anfangs konnte man sich als Freund von solchen Weinen noch als missverstandener Idealist fühlen und stolz sein. Irgendwann nach der Jahrtausendwende hat der Wind dann gedreht. Und mit Änderung der Windrichtung scheint auch eine andere Vorstellung von Biowein aufgekommen zu sein. So vernimmt man gelegentlich, dass mehr oder weniger jeder irgendwie Biowein machen könne. Entsprechend unüberschaubar ist die Menge an Quereinsteigern in den Weinbaugebieten und an Farben auf den Etiketten geworden. Dass biologischer Wein vor allem einen ganzen Batzen zusätzlicher anstrengender Arbeit und diese wiederum sehr viel physikalisches und chemisches Wissen voraussetzt, das spielen manche Ayatollahs der Naturweinbewegung gerne herunter. Der Rudl tendiert zur Einschätzung, dass man einen guten Wein im Weingarten zwar verhindern, aber nur im Haus, respektive Keller erzeugen kann. Und mit „erzeugen“ meint der Rudl nicht den Einsatz des Chemiekastens, sondern Akribie, Erfahrung, naturwissenschaftliches Wissen um physikalische und chemische Prozesse, die sich von der Lese bis zum Verkauf abspielen, und vor allem einen ganzen Haufen zusätzlicher Arbeit und Aufmerksamkeit. Davor hat der Rudl ganz großen Respekt. Wein ist ein Kulturprodukt. Das dürfte bereits der alte Noah gewusst haben.

  • Hégoxuri 2022, Domaine Ilarria, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6,50/10)
  • Hégoxuri 2021, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6,50/10)
  • Hégoxuri 2019, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (7/11)
  • Hégoxuri 2012, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (8/12)
  • Hégoxuri 2009, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (8,50/13)
  • Hégoxuri 2008, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (8,50/13)

Donnerstag, den 13. November von 17 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils,

Reindorfgasse 22

Im Übrigen ist der Rudl der Meinung, dass der 27. Jänner, der Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz, zu einem gesamteuropäischen Feiertag erklärt werden muss.

Goazen! … wie der Hasenleitener sagt … wenn er Baskisch spricht.

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