Rosé scharwieda! Diesen Donnerstag (23. Juni) aber ausnahmsweise erst ab 18 Uhr geöffnet

Der Ausgewogenheit verpflichtet I. Flexibilisierung der Arbeitszeit

Letzte und vorletzte Woche hat der Rudl jeweils eine Überstunde mit Ansage gemacht.

Herr Rudolf sieht sich gezwungen, die eingetretene Inflation an Öffnungszeit diesen Donnerstag zu kompensieren, indem er sich die zwei Stunden quasi wieder zurück raubert und am 23. Juni erst um 18 Uhr aufsperrt. Es warad wegen dem Rudl junior. Der gibt an diesem Tag im Kindergarten eine wichtige Rolle. Er spielt einen Stein. Und der Rudl senior möchte diesem Ereignis unbedingt beiwohnen. Wer, wenn nicht die in geologischen Fragen versierten Gästinnen und Kunden der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils sollte dafür Verständnis haben?

Der Ausgewogenheit verpflichtet II. Laut & überheblich

Letzte Woche war an dieser Stelle von grauen Mäusen und Burgundern die Rede. Und vom Trainer, der beiden ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Da gebietet es die Ausgewogenheit, diese Woche die leidenschaftlichen Umjedenpreisbemerktwerdenmüsser zu bemerken. Unter anderem hat ein Besuch auf der VieVinum, der großen Weinverkostung in der Hofburg, den Rudl dazu inspiriert. Genauer, ein kurzer Abstecher in die Naturweinbar auf der VieVinum.

Forsch und flott

Zeitgenossen männlichen Geschlechts, um die dreißig, mit seltsamen Hemden, auffälligen Schuhen, langen Bärten und irgendwie angecoacht wirkender Souveränität, denen es ein Anliegen zu sein scheint, ihre Umgebung wissen zu lassen, wie kompetent und kompromisslos sie da jetzt ihr Urteil über diesen oder jenen Wein fällen. Mit dem Eifer von Hasspredigern ziehen sie gegen Schwefel oder laute Aromen zu Felde, nicht immer leise. Dass sie den Rudl nicht falsch verstehen: Er schätzt es, wenn ein Wein so wenig wie gerade notwendig geschwefelt ist. Und natürliche Aromen sind ihm hundertmal lieber als die aus dem Zuckerlregal. Aber kann man einem Wein und damit dem, der ihn gekeltert hat, nicht zuerst einmal Respekt entgegenbringen? Nicht jeder Wein schmeckt einem. Aber was spricht dagegen, sich möglichst unbefangen für das, was man da im Glas hat, und dessen Entstehungsbedingungen zu interessieren? Welcher Zacken fällt einem denn aus der Krone, wenn man bemerkt, dass man einen Wein nicht versteht oder keinen Zugang zu ihm findet? Ähnliches soll einem ja auch im Umgang mit Menschen widerfahren. Was ist denn gewonnen, wenn die Begegnung mit einem Wein oder einem Menschen mit einem Gerichtsurteil endet?

Rosé

Die Weinfarbe, die man möglicherweise am meisten mit künstlichen und übertriebenen Aromen in Verbindung bringt, ist Rosé. Da hat Monsieur Rudolf wirklich schon die allerunterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Stile kennengelernt, von Rosés mit einem Batzen Tannin über dezente bis karge Aromen bis zu Rosés, die er blind für ein Sackerl Erdbeermarshmellows gehalten hätte. Und warum fallen ihm bei Marshmellows jetzt die überheblichen Juvenilen von der Naturweinbar ein?

Breitbandrosés & ein Pirat

Herr Rudolf versucht diese Woche, Rosés in all ihrer Bandbreite auszuschenken. Auch einen lauten, der von seiner Schreierei nicht derrisch, sondern blind geworden ist, als blinden Pirat ohne Augenklappe, aber im Stoffsackerl sozusagen. Und für die ersten soundsovielten gibt es ein Marshmellow, quasi als Referenzaroma.

  • Irouléguy Rosé 2014, Domaine Arretxea, Sud Ouest (3/5)

Wenn Monsieur Rudolf einen Rosé blind für einen Rotwein hält, dann vielleicht den.

  • Himmel auf Erden Rot 2012, Christian Tschida, Illmitz (4/7)

Wenn Monsieur Rudolf einen Rotwein blind für einen Rosé hält, dann vielleicht den.

  • Schilcher 2013, Christine und Franz Strohmeier, Lestein, Weststeiermark (2,50/4)
  • Rosa 2015, Umathum, Frauenkirchen, Neusiedlersee (2,50/4)
  • Rosareuth 2011, Reiterhaindl, Großgmain bei Salzburg, Bergland (gratis)

Rosé aus der Weinbauregion Bergland

  • Rosé Frizzante, Menhard, Südsteiermark (2,50/4)
  • Rosa Pearls, Leo Uibel, Ziersdorf, Weinviertel (2,50/4)
  • Rosé Frizzante, Dankbarkeit, Podersdorf, Neusiedlersee (2,50/4)

Selbstverständlich gibt es nicht ausschließlich Rosés glasweise

am Donnerstag, den 23. Juni von 18(!) bis 22 Uhr

und am Freitag, den 24. Juni von 16 bis 22 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

nächste Woche am 23. und 24. Juni in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils:

Weine mit weniger als 12 Prozent Alkohol

Herr Rudolf grüßt laut, aber undeutlich.

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