Guten Abend, les Filles! Seawas, die Spitzbuam … die Spitzbübinnen sowieso! Weine zum internationalen Frauentag und darüber hinaus

Gilles Berlioz ist ein Hacklerkind. Er war auch ein Hackler, in der Landwirtschaft. Und das Hacklerethos ist ihm wichtig, gerade auch in der Landwirtschaft.
1990 hat er dann ein eigenes Weingut gegründet, mit nullkommaacht Hektar am Anfang.

Christine und Gilles Berlioz

Christine und Gilles legen Wert darauf. Vor allem legen sie Wert auf ihre Ausbildung als Autodidaktin respektive Autodidakt.
Biodynamisch arbeiten sie auch. 1990 hat man mit dem Anspruch, biologisch Landwirtschaft zu betreiben, noch keine offenen Türen eingerannt.

Zugang

Was Gilles und Christine auszeichnet, ist ganz sicher die Maxime, ihre Arbeit im Weingarten und im Keller permanent in Frage und zur Diskussion zu stellen. Damit erscheinen sie dem Rudl nicht nur als äußerst unzeitgemäß, sondern praktizieren auch eine akademische Tugend, die heute im Schulalltag nicht allzu hoch im Kurs steht.
Christine und Gilles Berlioz sind Lernende, Landwirtschaftslernende … fast Landwirtschaftsstreber könnte man sie nennen. Vor etwa hundert Jahren war es der Anspruch einer politischen Bewegung, dass Arbeiterinnen und Arbeiter etwas lernen und dadurch vor Ausbeutung geschützt werden sollen. Doch dann sind die Boulevardmedien erfunden worden. Heute lernt man nicht mehr, um nicht ausgebeutet zu werden, sondern gerade im Gegenteil, um sich zu verkaufen. Aber zurück zu Gilles Berlioz.
Ihr Weingut haben Christine und Gilles Berlioz nicht nur Domaine partagé, geteiltes Weingut, getauft, sondern es ist auch eines. Geteilt werden nicht Likes oder andere Symbole stumpfsinniger digitaler Akklamation, sondern Ideen, Neugier und Passion.
Authentizität, Arbeit, Lebendigkeit, Nachhaltigkeit, Bescheidenheit, Solidarität und Strenge nennen Gilles und Christine als zentrale Werte ihrer Arbeit.
Ihr Ziel ist ein Weingut, das menschliche Ausmaße nie überschreitet und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einklang mit sich selbst am Werk sind.
Subventionen, Förderungen und dergleichen lehnt Gilles ab, weil diese die Freiheit einschränken können.

draußen

Der Ertrag wird so lange reduziert, bis im Weinbeerl Zucker und Säure im idealen Gleichgewicht sind. Eine aufmerksame und strenge Lesefrau- und -mannschaft geht nötigenfalls mehrmals durch eine Parzelle, um die Traube weder zu früh noch zu spät zu ernten.

drinnen

Das Pressen dauert. Denn für Gilles führt an einem cristallinen Saft kein Weg vorbei. Selbstverständlich kein Aufzuckern, minimaler Schwefel und spontane Gärung. Auf das Fülldatum hat der Mond mehr Einfluss als kommerzielle Nachfrage. Qualitätsbesessenheit bei der Korkauswahl.

Weine

Die Rebsorte Roussanne wird vor allem an der Rhône, wo sich sehr berühmt ist, aber auch in Savoyen, wo sie eigentlich nur um den Ort Chignin eine Rolle spielt, sehr oft sehr plump als Holzkeule interpretiert. Das werden Sie bei Gilles Berlioz nicht finden. Was sie bei ihm aber schon finden, sind jedes Jahr anders gestaltete Etiketten seiner beiden Paradeweine Les Filles und Les Fripons. Jedes Jahr ein anderer Künstler.
Der Zweitausendfünfer war der Jahrgang, mit dem der Rudl im Neuner Jahr die Weine von Christine und Gilles Berlioz für sich entdeckt hat. Dass man den Fünfer damals noch ab Hof kaufen können hat, deutet darauf hin, dass man ihnen die Weine nicht immer schon aus der Hand gerissen hat.
2007 haben sie dann als Reverenz an die Frauen, die auf ihrem Weingut arbeiten, den Besseren aus der Lage „Les Châteaux“ „Les Filles“ genannt. Die unmittelbare Übersetzung wäre „Die Mädchen“, aber das gefällt dem Rudl nicht, weil das Wort „Mädchen“ im Deutschen anders als das französische „filles“ sächlich ist. Darum übersetzt Monsieur Rudolf diesen Wein nicht.
Wenige Jahre nachdem Les Filles das Licht am Fuß der französischen Alpen erblickt hatten, wird diese Weinbezeichnung Gilles Berlioz als etwas einseitig erschienen sein. Darum hat er den Damen Les Fripons, die Spitzbuben, an die Seite gesellt. Diese haben ihrerseits förmlich nach einem gegenderten Pendant gerufen: „Les Friponnes“, die Spitzbübinnen – natürlich auch keine allzu glückliche Übersetzung. Seit dem Jahrgang 2015 macht Gilles aus den allerschönsten Trauben des Les Filles-Weingartens zu Ehren seiner Frau und einer zweiten Christine am Weingut den Wein Les Christines.

Chignin-Bergeron „Les Christines“ 2019, Domaine partagé, Chignin, AOP Vin de Savoie – 72 Euro
Der Wein wächst wie „Les Filles“ in der Lage „Les Châteaux“, ist aber das Resultat eines eigenen Lesedurchgangs.
Für einen so jungen Wein ungewöhnliche Gold- und Bernsteinfarbtöne, Feuer, Brioche und eine Wucht, wie man sie von dieser Rebsorte aus Hermitage kennt, aber ohne Barrique. Kraft. Gedörrte Marillen, kandierte Zitrusfrüchte.

Chignin-Bergeron „Les Filles“ 2019, Domaine partagé, Chignin, AOP Vin de Savoie – 37 Euro

Les Filles wachsen auch in der Lage „Les Châteaux“. Die schaut nach Süden, ist von einer hohen Stockdichte geprägt. Darum müssen die Wurzeln tief nach unten, wenn sie nicht mit jenen des Nachbarstocks kollidieren wollen. Ton und Kalk dominieren. Wenn der Rudl beim ersten Probieren dieses Weines das Etikett nicht gekannt hätte, wäre er lokalisierungstechnisch viel eher in Pouilly als in Savoyen unterwegs gewesen. Aber das ist Roussanne und nicht Sauvignon Blanc und es kann auch keine sauvignonoide Reinzuchthefe ihre Hände im Spiel gehabt haben, weil Gilles Berlioz spontan vergärt. Caviste Rudolf muss auch gestehen, dass er Les Filles noch nie so jung gekostet hat. Der Feuerstein wird bleiben, der Ingwer auch, die Hollunderblüten vielleicht nicht.

Chignin-Bergeron „Les Fripons“ 2017, Domaine partagé, Chignin, AOP Vin de Savoie – 37 Euro

Gleiche Rebsorte Roussanne, gleiche Lage „Les Châteaux“, aber felsiger. Feuerstein und Ingwer haben die Spitzbuben mit den Madln gemeinsam. Dem Rudl erscheinen Les Fripons für Roussanne ungewöhnlich streng zu sein.

Chignin-Bergeron „Les Friponnes“ 2017, Domaine partagé, Chignin, AOP Vin de Savoie – 27 Euro

Nicht so streng wie die Spitzbuben, nicht so stark wie die Frauen, aber zugänglicher als beide.

Chignin-Bergeron „Les Friponnes“ 2017, Domaine partagé (Christine et Gilles Berlioz), Chignin, AOP Vin de Savoie – 27 Euro
Chignin-Bergeron „Les Filles“ 2019, Domaine partagé (Christine et Gilles Berlioz), Chignin, AOP Vin de Savoie – 37 Euro
Chignin-Bergeron „Les Fripons“ 2017, Domaine partagé (Christine et Gilles Berlioz), Chignin, AOP Vin de Savoie – 37 Euro
Chignin-Bergeron „Les Christines“ 2019, Domaine partagé (Christine et Gilles Berlioz), Chignin, AOP Vin de Savoie – 72 Euro
Dazu offeriert Caviste Rudolf fünf andere Weine mit ausgewogenen Namensbezeichnungen:
Gräfin 2017, Maria und Sepp Muster, Schlossberg bei Sveti Duh – 29 Euro
Graf Sauvigon 2005, Maria und Sepp Muster, Schlossberg bei Sveti Duh – 32 Euro
Graf Sauvignon 2018, Maria und Sepp Muster, Schlossberg bei Sveti Duh –  29 Euro
Graf Morillon 2017, Maria und Sepp Muster, Schlossberg bei Sveti Duh – 27 Euro
Graf Sauvignon 2017 – halbtrocken mit Kohlensäure, Maria und Sepp Muster, Schlossberg bei Sveti Duh – 27 Euro

… nach wie vor per Weinhandlung am Rad

…, denn die Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bleibt geschlossen, weil eine Ausschank von Weinen nicht möglich ist.
Darum radelt der Rudl vergnügt Weine bis an Ihre Wohnungstür, kontakt-, CO2- und zustellgebührfrei.

Bleiben Sie gesund!

Die Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils ist bis auf Weiteres weiterhin geschlossen, aber Cycling Caviste Rudolf Polifka stellt Ihnen ebenso weiterhin auch gerne CO2-, kontakt- und zustellgebührfrei Wein mit dem Radl zu.

Sortiment

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung,
dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist
und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien
Öffnungszeiten: vorübergehend geschlossen, aber
kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien, auch von Einzelflaschen

Ein neuer Wein vom gebratenen Hang und neue Ermittlungen der Wa2R, der Weinhandlung auf zwei Rädern

Am Anfang hat der Rudl es für einen Gefallen gehalten. Um einen Côte Rotie Côte Brune ist es gegangen. Abgesehen von der routinemäßigen Arbeitsverweigerung des privaten Paketzustellers ist alles gut gegangen. Dann war der Wein im Haus und Wochen später hat der Rudl begonnen, ihm auf die Spur zu gehen. Dann ist das passiert, weswegen der Rudl Wein so unvergleichlich schätzt. Der Côte Rôtie ist lebendig geworden und hat eine Geschichte bekommen, eine lange über etliche Generationen.

À propos lang

… das ist jetzt auch schon die Sperrstunde. Fragen Sie bitte nicht den Rudl, ob die soundsovielte Verlängerung der Sperrstunde für die Gastronomie erforderlich ist. Der Rudl weiß es nicht. Allenfalls lässt er sich zur zugegebenermaßen mäßig originellen, aber trotzdem ziemlich sicher zutreffenden Einschätzung Gastronomie ist nicht Gastronomie hinreißen.

Am Rad, aber nicht am Berg

Caviste Rudolf hat expandiert, um ein Gerundiv. Er ist jetzt ein Cycling Caviste und bringt Ihnen mehr oder weniger jederzeit Wein an die Türtacke.

Als Alpinist würde sich der Rudl nicht bezeichnen. Ein solcher zieht in Österreich nicht freiwillig von Westen nach Osten.

Sämtliche einschlägigen Aktivitäten meint der Rudl in seiner Kindheit bereits erschöpfend absolviert zu haben, egal ob im Winter mit mechanischen Aufstiegshilfen oder im Sommer zu Fuß. Einer abgewandelten Redensart zufolge hält es Monsieur Rudolf mit: Die XXX-Shopping Malls von außen (wenn möglich nicht einmal das), die Berge von unten und die Heurigen von innen.

Aber an den französischen Gebirgsweinbaugebieten hat der Rudl, wie man so sagt, einen Narren gefressen. Darum war von Anfang an klar, dass er sich im französischen Teil seines Sortiments auf diese an Rebfläche kleinen, an Altitude und Weinqualität aber mitunter ziemlich hohen, vor allem oft äußerst steilen Weinberge spezialisieren wird. Allerdings schreit ein Prinzip, wenn es nicht zum Dogma werden will, in den Augen vom Rudl schon fast prinzipiell nach einer Ausnahme. So eine war von Anfang an die Domaine Michel Brégeon aus Gorges im Muscadet.

Etwa alle zwei, drei Jahre tanzt Caviste Rudolf darüber hinaus mit einem Sechser Karton Wein, meistens aus privaten Beständen und aus anderen Gegenden an, einfach so, nicht als Test oder als Sonstwas, sondern quasi zur Abwechslung. Dagueneau war da schon zweimal dabei, Vacheron, der Vin de France für die lokale Kundschaft von Faurie oder ein Poulsard von Jacques Puffeney. Jetzt ist es wieder einmal so weit, allerdings ausschließlich am Rad.

Côte Rôtie Côte Brune 2018, Domaine Chambeyron-Manin, Ampuis, Rhône nord, 60 Euro

Die Côte-Rôtie heißt gebratener Hang. Daran gefällt dem Rudl allein schon die Mehrdeutigkeit. Ein Name für eine kühle Lage ist das auch nicht. Die Côte Rôtie liegt an der nördlichen Rhône, wo Syrah der Chef ist – keine Rebsorte, die das Interesse vom Rudl bis jetzt unverhältnismäßig stark geweckt hätte. Der hat diese Weine vor seinem geistigen Gaumen in der Kategorie Holz & Schmalz abgelegt. Die Repräsentanten dieser Rebsorte haben bis jetzt wenig Anstalten gemacht, dem Rudl diese Kategorisierung wieder auszureden, mit einer Ausnahme: Vor einem Forschungsaufenthalt 2017 hat Monsieur le Comte den Rudl auf Bernard Faurie in Tournon-sur-Rhône aufmerksam gemacht. Und das Wenige, was der Rudl von diesem Weingut bis jetzt probieren und trinken konnte, war schon ziemlich überzeugend. Fährt man von Monsieur Faurie in Richtung Norden kommt man bald einmal an der Côte Rôtie vorbei. Die bringt es auf 264 Hektar, etwas mehr als Irouléguy, wobei in der baskischen Appellation die Rebflächen über eine weit größere Fläche verstreut sind. Das hat dort vor allem auch mit den Mönchen von Roncevaux zu tun. Die waren ziemlich pingelig und haben Wein nicht überall angepflanzt.

Geologisch gehören diese gebratenen Hänge zum Zentralmassiv, womit dem Rudl jetzt wirklich kein Gebirgsmassiv in seinem – das Wort Portfolio mag er nicht Sortiment fehlt. In Gneis und Glimmerschiefer wurzeln diese Syrah-Rebstöcke.

Die renommiertesten Abschnitte der Côte Rôtie befinden sich bei Ampuis, die Côte Brune und die Côte Blonde. Dort soll im sechzehnten Jahrhundert ein Lehensherr seinen Weinberg auf zwei Töchter aufgeteilt haben. Die eine soll blond, die andere brünett gewesen und beide entsprechend ihrer Haarfarbe dem neuen Besitz den Namen verpasst haben.

Ziemlich sicher ist das ein Schmäh, aber wenn Sie den Rudl fragen, kein besonders origineller. Grundsätzlich kann der Rudl einem guten Schmäh mehr abgewinnen als manch wissenschaftlicher Erklärung. Erstens weil gute Schmähs in der Regel keine totalen Wahrheitseinsprüche erheben und damit dogmatisierungsresistent ist und zweitens weil manche im Bierernst vorgebrachte wissenschaftliche Festlegung von manchmal ziemlich willkürlich ausgewählten Prämissen ausgeht, gerade im Bereich der angeblich exakten Wissenschaften. Freilich ändert das nichts daran, dass der Rudl unendlich dankbar ist, dass Wissenschaftler heute zum Beispiel in ziemlich kurzer Zeit sehr gute Impfstoffe entwickeln können.

Und im gegenständlichen Fall ist das Gschichtl um die Farbgebung der beiden Terroirs ein bissl seicht. Da zieht der Rudl sowieso die geologische Erklärung vor: Der Kalkanteil ist in den Böden der Côte Blonde höher, und Kalk ist ziemlich weiß, wohingegen die Côte Brune mehr Lehm, Schiefer und Eisen enthält. Eisen oxidiert ganz gerne und wird dann bekanntlich rostbraun und brünett.

Auf diese geologischen Gegebenheiten soll es zurückzuführen sein, dass Weine von der Côte Blonde zugänglicher, jene von der Côte Brune kräftiger und langlebiger sind. Das hat der Rudl gelesen. Empirische untersucht hat er es nicht. Dafür fehlt ihm die erforderliche Menge an Studienobjekten.

Wetter

An der nördlichen Rhône reißen einander kontinentales und mediterranes Klima einen Hawidehre herunter. Im Sommer ist es heiß und trocken, wenn auch nicht ganz so heiß wie im etwas weiter südlich gelegenen Hermitage oder der Gehsteigkante zwischen Laaer Berg und Pannonischer Tiefebene, an der Herr Kurt in jungen Jahren den Favoriten & Blues erfunden hat.

Der von Nordosten nach Südwesten fließende Bach hat ein paar südlich ausgerichtete Amphitheater in die Landschaft gegraben. Diese prägen gemeinsam mit der Bise, einem Nordwind, das Mikroklima der Côte Rôtie.

Weinstil

An und für sich wären in den Rotweinen von der Côte Rôtie immer noch zwanzig Percent Viognier erlaubt. Das ist ein Relikt aus Zeiten, in denen man die Stiele der Trauben mitvergoren hat. Damit das Ganze dann nicht mehr Pelz als Wein ergibt, hat Viognier quasi den Tanninen das Wilde ein bissl herunter räumen müssen. Heute scheinen die Tannine etwas an Prestige eingebüßt zu haben. Darum hat Viognier zumindest im Roten keinen so großen Auftrag mehr.

Verstärkt durch Bewertungen eines Weinkritikers, der vor Jahrzehnten auch die halblange, gefütterte, bevorzugt über die österreichischen Lagerhäuser vertriebene Männekapuzenjacke erfunden hat, ist schon seit einem Zeitl an der Côte-Rôtie ein Trend zu holz- & alkoholkonzentrierten Marmeladoiden zu beobachten. Der klassische Côte-Rôtie hingegen war von Eleganz geprägt und guten Pinot Noirs aus Burgund näher als Johannisbeermarmelade.

Rebsorte

Syrah aus der Familie der Sérines, Tochter einer natürlichen Kreuzung aus Mondeuse Blanche und Dureza. Dem Rudl ist das ein ausreichendes Motiv für einen Exkurs über Mondeuse Blanche. Die ist in Savoyen so gut wie ausgestorben und dann trotzdem ziemlich populär geworden, als Wissenschaftler 1998 draufgekommen sind, dass da irgendeine G‘schicht zwischen Mondeuse Blanche und Dureza gelaufen sein muss. Herausgekommen ist Syrah.

Auf diesem Umweg ist Mondeuse Blanche wieder zu einer ganz passablen Reputation gelangt, allerdings eher am Papier und in den DNA-Labors. Denn Rebstöcke hat es von ihr kaum mehr welche gegeben. Michel Grisard hat mit ein parr Verrückten am Beginn der Domaine des Ardoisières dann wieder Mondeuse Blanche ausgepflanzt. So befinden sich im Schiste zehn und im Argile Blanc zwanzig Percent Mondeuse Blanche. Etwas später haben die Dupasquiers eine Parzelle Mondeuse Blanche neu bestockt. Davon gibt es seit dem Jahrgang 2011 für Privatkunden das eine oder andere Flascherl. Aber so ähnlich wie die Dupasquiers ihre Weine in der Regel erst nach drei Jahren in Verkauf bringen, dürften sie es auch mit dem Alter der Rebstöcken halten. Darum ist ihre Mondeuse Blanche aufgrund der noch jungen Rebstöcke für den Handel noch nicht erhältlich.

Mondeuse Noire und Mondeuse Blanche

Wenn der Ampelograph José Vouillamoz Recht hat, dann ist Mondeuse Noire übrigens keine Mutante von Mondeuse Blanche, sondern eine Tochter. Damit wäre sie quasi die Schwester oder Halbschwester von Syrah.

Domaine Christiane Chambeyron-Manin

Die Weingüter, von denen Caviste Rudolf Wein verkaufen darf, sind in quantitativer Hinsicht keine Giganten. Durchschnittlich bewirtschaften sie weniger als zehn Hektar. Gegen die Domaine Chambeyron-Manin müsste man sie freilich fast als Großbauern bezeichnen.

Der Steinmetz Jean-Marie Chambeyron kam am Ende des Neunzehnten Jahrhunderts nach Ampuis an der nördlichen Rhône, just nach der Reblaus. Er war einer von denen, die jene heute so berühmten Lagen bepflanzten, nachdem the America-Beast, wie Prof. Trömp sagen würde, den europäischen Weingärten den Garaus gemacht hatte.

Monsieur Chambeyron machte Wein für die örtlichen Bistros und war einer der Pioniere, was die Wiederbepflanzung nach dem Reblausknockdown betrifft. Seine beiden Enkel Maurice und Marius waren recht unterschiedlich. Der eine wählte nach dem Zweiten Weltkrieg den damals dort sichereren Weg und wandte sich dem Obst- und Gemüseanbau zu, der andere, Marius, begeisterte sich für den Weinbau, was zu dieser Zeiten an diesem Ort wirtschaftlich um einiges gewagter gewesen ist als Obst- und Gemüseanbau. 1983 hat Marius Chambeyron dann seine auf vier Hektar angewachsene Rebfläche größtenteils an seine Tochter Nicole abgegeben. Nur einen halben Hektar hat er sich behalten. Den hat er bis 1992 bewirtschaftet, dann hat ihn die andere Tochter Christine bekommen.

Die Domaine Cahmbeyron-Manin macht 1 Wein als Homage an den Opa. Davon gibt es keine zweihundert Kisten, dafür wird ein Teil der Flaschen mit den alten Etiketten von Marius beklebt.

Synthetische Spritzmittel kommen ihnen keine in den Garten. Darum erledigt man die Weingartenarbeit ohne gesundheitliche Risiken händisch. Im Weingarten helfen Schiefer, Eisen und der Nordwind, im Keller die Kämme der Trauben, indigene Hefen, Beton, gebrauchte Fünfhundertfünfzigliterfässer und achtzehn Monate Zeit. Utensilien wie neue Barriques, Schönungsmittel, Filter oder Rebler haben keinen Zutritt. Dann sollte man den Wein trotzdem nicht gleich trinken. Denn er orientiert sich am alten Stil eines Côte Rotie und nicht an dem vom Kapuzenjackenerfinder.

Sollten Sie einmal in der Gegend sein, könnten Sie den kleinen Markt Les Jardins de la Côte Rôtie“, in dem die Familie Gemüse aus Eigenbau sowie lokale Käse- und Fleischprodukte vertreibt besuchen.

Mittlerweile führt offiziell schon Christines Tochter Véronique die Regie des Weinguts. Die führt auch Les Jardins de la Côte Rôtie“, womit Obst- und Gemüsebau sowie Wein wieder zusammen gefunden haben, wie beim Urgroßvater.

Der Rudl hat den Wein noch nicht probiert. Vorkosten à la trinkma omoi a Flascherl und schauma“ ist bei einer Zuteilung von sechs Flaschen und erheblichen Aufwänden im Fall einer Wiederbeschaffung vermutlich keine so gute Idee. Aber Monsieur le Comte hat den Wein getrunken. Der hat den Rudl vor sehr vielen Jahren auf Didier Dagueneau, vor nicht ganz so vielen auf Edmond Vatan und 2017 auf Bernard Faurie aufmerksam gemacht. Warum hätte der Rudl also in diesem Fall nicht dankbar seinem Rat folgen sollen?

Noch einmal Mondeuse Noire

Caviste Rudolf hat bis jetzt ja geglaubt, dass Mondeuse Noire die Mutter von Syrah ist. Er hat das auf diesem Weg auch immer wieder mitgeteilt, zu seinem Glück hat er dabei ziemlich sicher immer nur Mondeuse geschrieben, gemeint hat er dabei die rote das gibt er unumwunden zu , zutreffend dürfte jedoch die weiße sein ganz sicher scheinen sich da die Ampelographen noch nicht zu sein. Der ursprüngliche Verdacht, es handle sich bei der einen um eine Mutation der anderen, dürfte durch DNA-Analysen widerlegt sein. Eher scheint Mondeuse Blanche die Mutter von Mondeuse Noire und Syrah zu sein. Das ist dem Rudl ein ausreichendes Motiv, an ein paar Mondeuses in seinem Sortiment zu erinnern.

Argile Rouge 2018, Domaine des Ardoisières, Saint Pierre de Soucy und Saint Jean de la Porte, IGP Vin des Allobroges 27,50 Euro

25 % Mondeuse Noir, 65 Gamay und 10 Persan; geschieferter Mergel, Kalkgeröll und Ton

Mondeuse 2016, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie 15 Euro

Mondeuse der alten Schule – ganze Trauben, spontane Vergärung, elf Monate im großen Holz und jetzt drei Jahre in der Flasche

Mondeuse Le Confidentiel 2018, Les Fils de Charles Trosset, Arbin, AOP Vin de Savoie – 24 Euro

Ein bissl mehr Rebläche hat Louis Trosset noch als Mme. Chambeyron, aber viel mehr ist es nicht. Der 2016er hat seinerzeit bei Ihrer Wahl zum besten Wein Savoyen ex aequo mit dem Quartz von der Domaine des Ardoisières gewonnen.

Mondeuse 2015, Jacques Maillet, Motz, Chautagne, AOP Vin de Savoie 28,50 Euro

Ein paar Flascherl sind davon noch da. Noch sind die extrem empfindlichen Etiketten lesbar.

Mondeuse 2016, Dominique Belluard, Ayse, AOP Vin de Savoie 38 Euro

Etwa zehn Hektar bewirtschaftet Dominique Belluard, 2 % davon sind mit Mondeuse bepflanzt. Wenn der Rudl sich richtig erinnert, wird sie in Betoneiern ausgebaut.

… und eben ampelographisch die Schwester Syrah:

Côte Rôtie Côte Brune 2018, Domaine Chambeyron-Manin, Ampuis, Rhône nord – 60 Euro

 

… halt leider nach wie vor ausschließlich per Weinhandlung am Rad

Die Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bleibt geschlossen, weil eine Ausschank von Weinen nach wie vor nicht möglich ist.

Darum begnügt sich Rudolf, the big nosed cycling Caviste, damit, Ihnen weiterhin kontakt-, CO2- und zustellgebührfrei Wein vor die Wohnungstür zu radeln.

Der Rudl wünscht Ihnen alles Gute!

Die Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils ist bis auf Weiteres weiterhin geschlossen, aber Cycling Caviste Rudolf Polifka stellt Ihnen ebenso weiterhin auch gerne CO2-, kontakt- und zustellgebührfrei Wein mit dem Radl zu.

http://wein-polifka.at/sortiment-2/

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung,

dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: vorübergehend geschlossen, aber

kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien, auch von Einzelflaschen

 

Ah wos woaß i … zustellgebühr-, kontakt- und CO2-lose Zustellung auch von Einzelflaschen per Rad jederzeit gerne möglich

Eine akzeptable Art, Ihnen, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, ein gutes neues Jahr zu wünschen, beginnt ziemlich sicher anders. Aber an Authentizität lassen die folgenden Zeilen nicht viel zu wünschen übrig.

Der Rudl ist angefressen und zwar in einem ganz beträchtlichen Ausmaß, nicht auf das Corona-Virus, nicht auf die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung desselben und auch nicht auf Wissenschaftlerinnen und Politiker, die diese Maßnahmen entwickeln, beschließen und mehr oder weniger glücklich präsentieren.

Neoliberalistische und rechtsradikale Missverständnisse

Der Rudl ist vielmehr angefressen auf den Zeitgeist, der so tut, als gäbe es ein Grundrecht auf ein von Unannehmlichkeiten befreites Leben. Das gibt es nicht. Und auch keines, für alles und jedes einen Sündenbock verantwortlich machen zu dürfen, gerade so wenig wie es ein Grundrecht auf schönes Wetter gibt.

Eine Grundverantwortung aller Menschen, alles erdenklich Mögliche zum Schutz eines lebenskompatiblen Klimas für alle Menschen, egal wo sie leben, zu unternehmen, die gibt es hingegen schon. Und so eine Rettung vor einer Klimakatastrophe wird möglicherweise Kollateralunannehmlichkeiten, gegen die jene der Coronavirusausbreitungseindämmung ein Lercherl sind, mit sich bringen. Selbst ein auf alternativen Fakten basierender Verzicht auf so einen globalen Klimaschutz würde Unannehmlichkeiten mit sich bringen, ziemlich sicher ziemliche ungute sogar. Soweit dem Rudl seine mittel- bis langfristige Perspektive …

Freiwilligkeit

Kurzfristig findet der Rudl die Fetischisierung der Freiwilligkeit nicht und nicht nachvollziehbar. Hätte Maria Theresia in diesem Modus ihres Amtes gewalten, gäbe es heute keine allgemeine Unterrichtspflicht, eine Analphabetismusrate von über fünfzig Prozent.

Welche Grundrechte verletzt werden sollen, wenn man sich vorsichtig ein Wattestaberl in die Nase stecken lässt, hat sich dem Rudl bis jetzt nicht erschlossen. Und wenn man es schon partout nicht will, hat man ja immer noch die Möglichkeit, zuhause zu bleiben. Genauso wie dieser Hotelier seine Hütte ja auch zugesperrt lassen kann, ohne andere Gastronomiebetriebe quasi in Geiselhaft zu nehmen, nur weil es ihm unangenehm ist, von seinen Gästen ein entsprechendes Testergebnis zu verlangen.

Der Rudl hätte liebend gerne selber kontrolliert und verantwortet, dass ausschließlich Gäste mit einem halbwegs aktuellen negativen Testbescheid beim Türl herein kommen und er hätte alle, die er erst gar nicht auf so einen Zettel anreden muss, weil sie diesen sowieso von sich aus herzeigen, auf ein Achtel oder ein Bier auf Haus eingeladen. Und wenn sich der Rudl nicht kolossal täuscht, dann wären das ziemlich viele bis alle gewesen.

Der Konjunktiv II und die schlafenden Nachwächter

Der Rudl hätte sich auch nicht gedacht, dass es Menschen gibt, die eine generelle Fortsetzung der Sperrstunden vorziehen, nur weil das Testen aufwendig, nicht hundertprozentig sicher und die Verantwortung zu kontrollieren vielleicht unangenehm sind. Er war sicher, spätestens am 19. Jänner aufsperren zu dürfen, hatte sich schon ein Weinthema inklusive der dafür erforderlichen Weine ausgedacht und auch Bier gekauft gehabt, nach einer Anstellzeit, wie er sie beim Rampenverkauf des Bräustübls zu Salzburg-Mülln noch nie erlebt hat.

Hätte, wäre und würde.

Offensichtlich gibt es jetzt Veranstalter, die lieber gleich ganz zugesperrt lassen, als Verantwortung zu übernehmen. In guten Zeiten sich kategorisch jeden Einfluss des Staates mit dem Hinweis auf die so hohe Verantwortung der Entrepreneurinnen und Entrepreneure zu verbitten, aber wenn dann die Verantwortung einmal gefragt ist, taub, blind und stumm wie ein schlafender Nachtwächter sein … Unfassbar!

Rad fahren und oenologische Studien

Darum bleibt dem Rudl nichts anderes, als mit dem Radl weinzustellend durch die Stadt zu fahren und an den Abenden möglichst genau die jüngst eingetroffenen Weine von der Domaine Arretxea, der Domaine Ilarria, der Domaine des Ardoisières und von Gilles Berlioz zu erforschen.

Das eine ist, sieht man von den Stickoxyden in den Wiener Straßen ab, ziemlich gesund, das andere schmeckt dafür umso besser.

Caviste Rudolf freut sich, dass er die Zuteilungen von diesen vier Weinbauern bekommen hat. Er führt diesen Umstand auch auf die momentan vermutlich nicht ganz so stürmische Nachfrage der französischen Gastronomie zurück. Aber es frustriert ihn, dass diese Errungenschaften nicht ans Licht der Öffentlichkeit dürfen. Es frustriert ihn kaufmännisch, aber auch psychisch.

Empfehlungen

In Anbetracht der Ausnahmesituation und auch der Tatsache, dass er jetzt wirklich intensiv vergleichende Weinwissenschaften studiert, setzt sich Schulmeister und Caviste Rudolf über einen zentralen Grundsatz, dass nämlich weder in Glaubens- noch in Trinkfragen jemand eine Empfehlung notwendig hat, hinweg und erlaubt sich, im Folgenden ein paar Resultate seiner recenten Forschungsarbeiten mit Ihnen zu teilen:

Hégoxuri 2019 (Domaine Arretxea) Irouléguy Blanc 2018 (Domaine Ilarria)

Hégoxuri ist und bleibt gemeinsam mit seinen geologisch homogenen Brüdern der Lieblingswein vom Rudl. Aber er ist im Alter von einem Jahr nicht gerade das, was man als extrovertiert bezeichnet. Da sind Irouléguy Blanc 2018 sowie Irouléguy Rosé 2019 von Arretxea und auch jener von Ilarria deutlich mitteilsamer, aber ziemlich sicher nicht so ausdauernd wie Hégoxuri 2019.

Les Filles und Les Christines 2019, Gilles Berlioz

Weine aus Savoyen gehören trotz der katholischen Prägung dieser Region nicht zu den barocksten Gewächsen der Weinwelt. Aber wenn Sie es gerne etwas kraftvoller haben, rät Ihnen der Rudl, einen Abstecher nach Chignin zu machen. Dort wächst viel Rousanne. Die wird im Cru Chignin-Bergeron weit nicht so üppig und vor allem holzintensiv ausgebaut wie ein Stückl weiter westlich an der nördlichen Rhône in Hermitage oder Saint Joseph, aber doch mächtiger als man es von Jacquère oder Altesse gewöhnt ist.

Les Filles sauvignonnent dezent, wenn Sie das den Rudl so ausdrücken lassen. Les Christines sind wuchtig und steinig zugleich, brauchen aber sicher noch Zeit.

Schiste 2018 und Quartz 2018 (Domaine des Ardoisières)

Quartz von der Domaine des Ardoisières wird in wenigen Jahren zu den gefragtesten Weißweinen Frankreichs zählen. Aber er ist teuer, nicht erst in ein paar Jahren. Schiste heißt ein anderer Wein von diesem Weingut, auch nicht direkt billig, aber lange nicht so teuer wie Quartz. Er wächst mehr oder weniger auf denselben steilen Terrassen über Cevins, dort wo die Isère noch ziemlich dünn ist. Anders als Quartz, der reinsortig aus Altesse besteht, treffen sich im Schiste Jacquère, Mondeuse Blanche, Pinot Gris und Roussanne.

Wie es zur Gründung dieses Weingutes quasi ex nihilo kam, hat der Rudl hier schon erzählt. Es begeistert ihn selber so sehr, dass er es nicht lassen kann, einen Teil dieser Geschichte hier wiederzugeben:

An manchen Hängen über den Dächern des kleinen Ortes Cevins im Departement Savoie ist immer schon Wein gewachsen. Immer schon ist vielleicht etwas überzogen, aber von einer gut zweitausendjährigen Geschichte geht man aus. Gesichert ist die Existenz dieser Weinberge seit dem zehnten Jahrhundert. Dass ihn die Mönche von Tamié im zwölften Jahrhundert bewirtschaftet haben, wird nicht auf puren Zufall zurückzuführen sein. In etlichen Klöstern hat man ein ziemlich präzises Wissen über die Beschaffenheit verschiedener Terroirs gehütet.

Als im April 1997 der zu dieser Zeit nicht mehr belächelte Weinbauer Michel Grisard sich mit dem Bürgermeister von Cevins getroffen hat, war vom Weinberg nichts mehr zu sehen. Der Wald hatte sich in der Zwischenzeit seiner Bestimmung besonnen und den ehemaligen Weinberg mit auch schon wieder bis zu dreißig Jahre alten Bäumen überzogen. Ein halbes Dutzend Weinbauern haben einen Monat später mit Rodungsarbeiten und schon parallel dazu mit dem Aussetzen von Altesse-Rebstöcken begonnen. Und ein ganz junger an der Landwirtschaft interessierter Bursche aus der Champagne er wollte eigentlich Getreide anbauen und Bier brauen war mit von der Partie, Brice Omont. Er hat gespürt, dass dieses Terroir très particulier“ ist. Il ne fallait pas calculer mais se passionier ist sein Resumé über diese Zeit. Heute führt er die Domaine des Ardoisières.

An dieser Stelle noch einmal der Link zum Film:

http://www.domaine-des-ardoisieres.fr/film

Zurück zu Quartz und Schiste 2018

Der Rudl fährt seit mehr als zehn Jahren regelmäßig zu diesem Weingut. Aber er trinkt diese Weine auch nicht jeden Tag. Darum hat er sich am Heiligen Abend jeweils eine Flasche Schiste und eine Quartz 2018 aufgemacht und diese über drei Tage immer wieder blind vergleichend Studien unterzogen. Harte Feiertagsarbeit ist das gewesen. Das können Sie dem Rudl glauben. Geschmeckt haben ihm beide Weine extraordinairement gut, was ihn nicht überrascht hat. Quartz war am ersten und zweiten Tag noch ziemlich verschlossen. Da hat Schiste deutlich mehr hergegeben. Am ersten Tag ist dem Rudl vorgekommen, dass man dem Quartz auch die sechs Monate, die er länger in den Fässern gelegen war, angemerkt hat. Beim Schiste war seiner Wahrnehmung nach am dritten Tag dann die Roussanne deutlicher wahrnehmbar und der Quartz hat erste Hinweise auf sein Potential gegeben.

Als Fazit ergibt sich für den Rudl daraus, dass es nicht ratsam ist, sich einen Quartz zu kaufen und in den ersten fünf Jahren zu trinken. Da gibt der Schiste mehr her. Wenn Ihnen trotzdem nach einem nicht gereiften Quartz ist, rät Ihnen Caviste Rudolf, diesen unbedingt zu belüften, vielleicht sogar zu caraffieren, was sonst nicht so die Façon vom Rudl ist.

Wenn Sie aber fünf, zehn oder noch besser mehr Jahre Geduld mit dem Wein haben, dann gibt es ziemlich sicher nicht viele großartigere Weine als Quartz von der Domaine des Ardoisières.

Damit beendet Cycling Caviste Rudolf seine Empfehlungen auch schon wieder. Wann er wieder ausschenken wird, scheint zum gegebenen Zeitpunkt nicht seriös einschätzbar zu sein.

Der Rudl wünscht Ihnen ein gutes neues Jahr! Bleiben Sie gesund und munter!

Die Weinhanldung Rudolf Polifka et Fils ist bis auf Weiteres wieder geschlossen, aber Cycling Caviste Rudolf Polifka stellt Ihnen weiterhin auch gerne CO2-, kontakt- und zustellgebührfrei Wein mit dem Radl zu.

http://wein-polifka.at/sortiment-2/

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung,

dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: vorübergehend geschlossen, aber

kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien, auch von Einzelflaschen

 

Danke, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr – bis auf Weiteres ausschließlich Weinzustellungen, zustellgebühr-, kontakt- und CO2-frei

Caviste Rudolf hat Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, in mehr oder weniger regelmäßigen Etappen ausgehend von seiner Lieblingsappellation Irouléguy über Jurançon, Muscadet, den Elsass, das Tal der Isère, den Karst hinter Triest auf den Schlossberg in Leutschach und von dort auf den Eisenberg geführt. Viele wichtige oenologische Stationen hat der dabei übersprungen oder umfahren. Zu einer ihm ganz besonders wichtigen führt er Sie heute, nachträglich als 24. Fenster in seinem Adventkalender.

Wenn Sie von Wien nach Illmitz fahren, führt Sie Ihr Weg ziemlich sicher durch Podersdorf. Dort können Sie mehr oder weniger mitten im Ort, knapp nach der Gendarmerie rechts in Richtung See abbiegen. Das ist schön. Ganz besonders schön wird das nächstes Jahr am 28. August sein. Wenn nicht gerade der 28. August 2021 sein wird, empfiehlt der Rudl knapp nach der Gendarmerie die scharfe Linkskurve zu nehmen und vor der nächsten Rechtskurve links zuzufahren. Dann stehen Sie nämlich am Parkplatz von der Dankbarkeit, dem Lieblingsgasthaus vom Rudl.

Über die Weine von Josef Lentsch hat der Rudl schon viel geschrieben, über Josef Lentschs Lieblingsweingarten, der denselben Namen wie ein berühmter österreichischer Fernsehvizepolizeibeamter hat, auch.

Über Josef Lentschs Verständnis von Wirtschaft hat der Rudl aber noch nicht so viel geschrieben, völlig zu unrecht. Denn das gefällt dem Rudl gerade so wie das Ambiente in der Dankbarkeit und der Gastgarten. Die Dankbarkeit ist Mitte Mai mit genau derselben Belegschaft, mit der sie im März zugesperrt hatte, wieder angetreten. Das hat den Rudl schon außerordentlich gefreut und in seiner Überzeugung, dass es anders geht, bestärkt.

Am vierten Sonntag im Dezember, dem 27. wäre in der Dankbarkeit eigentlich hochverdiente Winterpause, aber die Küche bleibt jetzt trotzdem nicht kalt, man kann sich gegen Voranmeldung eines von vier Gerichten oder auch gleich alle vier abholen und auf einem Bankerl im Nationalpark verzehren, solide Bekleidung vorausgesetzt.

Das ist eine Freude und das war das 24. Fenster.

Dankend wünscht Ihnen der Rudl frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr!

Die Weinhanldung Rudolf Polifka et Fils ist bis auf Weiteres wieder geschlossen, aber Cycling Caviste Rudolf Polifka stellt Ihnen weiterhin auch gerne CO2-, kontakt- und zustellgebührfrei Wein mit dem Radl zu.

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Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung,

dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

 

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

 

Öffnungszeiten: vorübergehend geschlossen, aber

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Weihnachtsöffnungszeiten: Sonntag, 20.12.: 14 bis 18 Uhr, Montag, 21.12. und Dienstag, 22.12. 16 bis 19 Uhr

Fenster achtzehn bis zwanzig: von der Tarentaise über die Maurienne nach Chignin

 

Betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit wird man dem Weinkaufsverhalten vom Rudl über die letzten Monate nicht attestieren können. Kolossal viele Gelegenheiten, den Wein wieder zu verkaufen, gibt es momentan nicht. Aus einem Haufen anderer Gründe ist es vermutlich auch nicht besonders g‘scheit. Und wie sich das abzeichnet, wird sich nach Weihnachten daran nichts Gravierendes ändern. Egal, wie der Herr Kurt in solchen Angelegenheiten sagt.

Auf alle Fälle soll nach der Palette aus Irouléguy morgen, am Montag am späten Nachmittag eine Palette mit Wein aus Savoyen vor dem Zweiundzwanziger Haus in der Reindorfgasse abgeladen werden. Darauf befinden sich die Fenster achtzehn und neunzehn. Auch das Fenster zwanzig, Weine von Maxime Dancoine (Domaine de l‘Aitonnement), hätte sich darauf befinden sollen. Nur hat der Rudl angenommen, dass Maxime sein Weinlager noch wie vor zwei Jahren in den Räumlichkeiten der Domaine des Ardoisières hat und die Zeile „Je t‘ai preparé tout ça“ auf eine Positionierung der Weine auf der Palette von der Domaine des Ardoisières hinweist. Monsieur Maxime wiederum hat nicht gewusst, dass der Rudl nicht gewusst hat, dass er, Maxime, sein Weinlager nicht mehr in der Domaine des Ardoisières hat, und hat gewartet, bis der Rudl das Commando zur Abholung der Palette gibt. Jetzt ist die Palette mit den Weinen von Gilles Berlioz und der Domaine des Ardoisières hier in Wien, und die Weine von Maxime Dancoine sind dort in Aiton. „Blede G‘schicht“, wie der Herr Kurt in diesen Angelegenheiten sagt und sogar einmal eine Platte genannt hat.

 

18. Fenster: Domaine des Ardoisières

 

 

19. Fenster: Domaine de l‘Aitonnement

 

Folgende Weine kommen morgen (Montag) Nachmittag:

Domaine des Ardoisières

Argile Blanc 2019

Argile Rouge 2019

Schiste 2018

Schiste 2019

Quartz 2018

Quartz 2019

 

Gilles Berlioz

Les Filles 2019

Les Fripons 2017

Les Christines 2019

 

Es ist damit zu rechnen, dass diese Weine am Montag um 16 Uhr verfügbar sind. Es sei denn, der Lastler wird irgendwo im Stau aufgehalten.

 

noch ein Hinweis

 

Caviste Rudolf muss einen Engpass bei Schaumweinen eingestehen. Lediglich Crna und Bela von Branko und Vasja Čotar sind da momentan verfügbar. Das betrifft nicht die bereits reservierten Weine. Die sind da.

Auch einige Weine österreichischer Weinbauern sind momentan nicht verfügbar.

 

Weihnachtsöffnungszeiten:

  • heute, Goldener Sonntag, 20. Dezember von 14 bis 18 Uhr

  • Montag, 21. Dezember von 16 bis 19 (!) Uhr sowie

  • Dienstag, 22. Dezember auch von 16 bis 19 (sehr pünktlich!) Uhr für den Flaschenverkauf

Und Cycling Caviste Rudolf Polifka stellt Ihnen nach Maßgabe der zeitlichen Reserven auch gerne CO2-, kontakt- und zustellgebührfrei Wein mit dem Radl zu.

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung,

  • dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

  • und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Herr Rudolf wünscht einen schönen Sonntag!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: vorübergehend geschlossen, aber

kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien, auch von Einzelflaschen

Weihnachtsöffnungszeiten: Sonntag, 20.12.: 14 bis 18 Uhr – Montag, 21.12..: 16 bis 19 Uhr – Dienstag, 22.12.: 16 bis 19 Uhr

Do ned! Das Kriterium des ersten Schnees

Geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, aufgeben tut man bekanntlich einen Brief. Zumindest sagen sie das bei der Übertragung von Sportereignis, deren Verlauf sich in den Augen der Betrachterinnen und Betrachter nicht ganz vorteilhaft darstellt, immer wieder.

Und diese Maxime hat sich auch der immer mehr vom Weinkaufmann zum Radfahrer mutierende Caviste Rudolf Polifka zu Herzen genommen.

Er wird die versäumten Adventkalenderfenster nachholen, versuchen, bis Weihnachten halbwegs à jour zu bleiben, sein Geschäft für den Flaschenverkauf teilweise öffnen und weiter mit dem Radl Wein ausliefern.

Heuer hat es zum ersten Mal seit langem wieder eine Schi-Abfahrt in Val d‘Isère stattgefunden. Das hat den Rudl sehr gefreut, denn das löst bei ihm Kindheitserinnerungen aus, und zwar nicht die schlechtesten. Mit dem sogenannten Kriterium des ersten Schnees begann seinerzeit für den Rudl der Fernsehwinter, wenn nicht überhaupt der Winter. Und der Rudl hat damals immer geglaubt, dass dieses Rennen in der Nähe von einem See stattfindet, weil die Reporter seinerzeit in beruflicher Hinsicht die absoluten Helden und Vorbilder des Rudl gerne von Wal-di-Se-a gesprochen haben. Dreißig Jahre später hat der Rudl dann einmal einen Lokalaugenschein durchgeführt und festgestellt, dass es quasi im Nachbarort von Val d‘Isère, in Tignes, wirklich einen See gibt, auf circa zweitausend Metern Höhe und auch im Sommer relativ frisch.

Etwa hundertfünfzig Kilometer von Tignes entfernt liegt Jongieux, immer schon. Und dort machen die Dupasquiers ziemlich gute Weine, auch immer schon. Das ist in Savoyen eben nicht selbstverständlich, denn vor dem oenologischen Aufbruch rund um Jacques Maillet, Dominique Belluard, den Giachinos, Louis Magnin und ein paar anderen hat es in Savoyen neben Michel Grisard mehr oder weniger nur die Dupasquiers gegeben, die Weine mit Rückgrat gemacht haben. So sieht es zumindest Brice Omont von der Domaine des Ardoisières. Auch um ihn wird es in den nächsten Tagen noch gehen.

7. Fenster

Rosé 2017, Domaine Dupasquier, Aimavigne, IGP Vin des Allobroges (10,50 Euro)

Pinot Noir und Mondeuse, und trotzdem würde der Rudl da blind vermutlich eher am Eisenberg unterwegs sein. Grundsätzlich ist am Gaumen vom Rudl Erdbeeraroma in einem Wein etwas äußerst Verzichtbares. In diesem Fall passen die dezenten Walderdbeeraromen aber gut zur Würzigkeit des Weins, schmeckt zumindest der Rudl, eben nicht Erdbeeren aus der Reinzuchthefe, sondern aus der Weinbeere.

Dass es dieser Rosé nicht in die Appellation geschafft hat, sagt des Rudls Erachtens mehr über das Gros der anderen savoyardischen Rosés als über diesen.

8. Fenster

Jacquère 2016, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (11 Euro)

Ob es mehr am Kimmeridge, mehr an der Rebsorte, an beidem oder an etwas ganz anderem liegt: Hier wäre der Rudl blind eher in Sancerre unterwegs, ungelagert vermutlich der Lieblingswein des Rudl von diesem Weingut.

9. Fenster

Altesse (Roussette de Savoie) 2013, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (13,50 Euro)

Trockene Altesse, noch von der vorletzten Lieferung. Das sollte aber zu keinen falschen Schlüssen Anlass geben.

10. Fenster

Altesse (Roussette de Savoie) 2014, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (13,50 Euro)

von der letzten Lieferung im Dezember 2019 und ein Beweis gegen das Abqualifizieren dieses Jahrgangs

11. Fenster

Altesse (Roussette de Savoie) 2015, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (13,50 Euro)

Das ist der aktuelle Jahrgang, trocken, Honig, Mandel und Lindenblüten, wenn man diese Qualifizierungen mag, wahrscheinlich erst am Beginn der Entwicklung.

12. Fenster

Marestel (Roussette de Savoie) 2013, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (18,50 Euro)

Das ist die nicht so trockene Variante dieser Rebsorte. Ganz einfach zu verkaufen ist dieser Weinstil heutzutage nicht. Aber das stört den Rudl ganz und gar nicht, mit einem Reifungspotential von gut dreißig Jahren. Caviste Rudl hat vor wenigen Jahren einen Marestel 1988 getrunken. Da wird dann deutlich, dass es sich bei Altesse nicht um eine ganz gute, sondern um eine ganz große Rebsort handelt. Zufällig wird man sie nicht Altesse (Hoheit) benannt haben. Aber das ist eine andere Geschichte, die der Rudl das eine oder andere Mal abgehandelt hat.

13. Fenster

Marestel (Roussette de Savoie) 2014, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (18,50 Euro)

für Marestel von Dupasquier fast schon trocken

14. Fenster

Marestel (Roussette de Savoie) 2015, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (18,50 Euro)

Mindestens fünf Jahre zu früh. Aber man merkt auch jetzt, dass das nicht irgendein Zuckerlwasser ist.

15. Fenster

Mondeuse 2016, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (15 Euro)

Die ist jetzt genau richtig, kaum Frucht. Pfefferl, Tannine und Kraft

16. Fenster

Fleur d‘Altesse 2009, Domaine Dupasquier, Aimavigne, AOP Vin de Savoie (32 Euro)

Von sehr wenigen Jahrgängen macht David Dupasquier diesen Süßwein. Der Rudl hat vor Jahren in einem Restaurant eine Flasche vom Fünfer zu einer Entenbrust bestellt. Das war natürlich nicht besonders gescheit. Aber bis dahin hatte Caviste Rudolf diesen Wein nicht zu Gaumen bekommen. Und da durfte die Chance nicht ungenutz gelassen werden.

Sehr dicht. Zu den Keksen, vielleicht auch anstatt dieser.

Monsieur Rudolf wird

Sonntag, den 20. Dezember

Montag, den 21. Dezember und

Dienstag, den 22. Dezember für den Flaschenverkauf offen haben.

Mit den exakten Öffnungszeiten meldet er sich noch.

Und Cycling Caviste Rudolf Polifka stellt Ihnen nach Maßgabe der zeitlichen Reserven auch gerne CO2-, kontakt- und zustellgebührfrei Wein mit dem Radl zu.

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung,

dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

À votre Santé! Rudolf Polifka

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien, auch von Einzelflaschen

 

Bis auf Weiteres geschlossen, aber Cycling Caviste Rudolf Polifka reitet wieder und bringt Ihnen gerne CO2- und zustellgebührfrei Wein an die Wohnungstür … und die Weinauktion zugunsten des Wiener Integrationshauses ist auch

In eigener Sache als Caviste Rudolf Polifka

Noch am Mittwoch ist der Rudl endlich wieder einmal zum biologisch arbeitenden Wein- und Schulmeister Müllner nach Bildein gefahren und hat Blaufränkischen vom Eisenberg gekauft, zum ersten Mal seit 2012 vor der Eröffnung seines Weingeschäfts. Am Freitag zu Mittag hat er noch frisches Bier vom Bräustübl in Salzburg geholt und ein paar Stunden später hat sich dann schon abgezeichnet, was passieren wird.

Sgaminegg 2017 und 2018 von Maria und Sepp Muster gibt es auch, Graf Sauvignon 2018 auch. Dem Schulmeister K. sei Dank!

So oder so, selbstverständlich freut sich Cycling Caviste Rudolf, Ihnen im Raum Wien und Umgebung CO2- und zustellgebührfrei Wein an die Wohnungstür zu liefern. Bitte um ein entsprechendes Mail an info@wein-polifka.at

Die verfügbaren Weine samt Preisen finden Sie unter:

http://wein-polifka.at/sortiment-2/

 

In eigener Sache als Citoyen Rudolf Polifka

Diese Falottinnen und Falotten habe es jetzt also wirklich geschafft. Hartnäckiges und demonstratives Verweigern des Masketragens, demonstratives Händeschütteln, Verlagerung der Vernichtung von trostloser Industriepleurre und Fertigfraß von Lokalen der Industriegastronomie in private Garagen und dergleichen, zuletzt auch noch öffentliches Demonstrieren unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit um des Auffallens willen.

Der Rudl fragt sich, wann diese Volltrotteln für den Schaden, den sie mit ihren Aufmerksamkeitsneurosen anrichten, aufkommen müssen. Von ihm aus sollen sie die geometrische Gestalt der Erde in Zweifel ziehen oder sich ein neoliberales Nudelsieb aufs Kopferl setzen. Aber wenn sie dabei jetzt keine Maske tragen und den Abstand nicht einhalten, ist der Spaß vorbei und die Polizei am Zug. Sonst haben wir diesen Krampf im Februar ein drittes Mal.

Und damit Sie den Rudl jetzt nicht falsch verstehen: Selbstverständlich wirft er das Zusperren von Oberstufe, Kultur und Gastronomie nicht den zuständigen Expertinnen und Experten vor. Er wirft es auch nicht den ausführenden Organen in der Regierung vor. Allenfalls wirft er manchen von denen einen Hang zu völlig überflüssiger Inszenierung vor.

Die Wiener Linien ersucht er, die Frequenz der Durchsagen zu reduzieren und die Anzahl der Geldstrafen drastisch zu erhöhen. 244 sanktionierte Vergehen in öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Wien seit April erscheinen dem Rudl als etwas homöopathisch. So viele Verstöße hat Fahrgast Rudolf in diesem Zeitraum selber schon wahrgenommen und das, obwohl er innerstädtisch eh fast alles mit dem Radl fährt.

Gastronomie

Die allgemeine Sperre der Gastronomie ist halt wieder einmal eine vertane Chance. Wann wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt zu differenzieren zwischen jenen Gaststätten, in denen Lebensmittel angeboten werden und Verantwortung wahrgenommen wird, und der Turbogastronomie, in der in möglichst kurzer Zeit, auf möglichsten engem Raum, mit möglichst wenig Personal- und Materialkosten möglichst rabiat abkassiert wird und damit Verantwortungslosigkeit und erwiesenermaßen auch das Infektionsrisiko maximiert worden sind. Warum Gasthäuser wie die Dankbarkeit, der Floh, Csencsits in Harmisch oder das Gasthaus Bsteh in Wulzeshofen, das Quell oder Heunisch & Erben jetzt wieder zusperren müssen, vermag sich dem Rudl nicht und nicht zu erschließen. Dort hat sich ziemlich sicher noch niemand mit dem Corona-Virus infiziert. Warum kann man diese nachweislich mit Verantwortung geführten Betriebe nicht offenhalten und viele andere, wenn es nach dem Rudl geht, gerne auch für immer, zudrehen? Und nein, das hat nichts mit Elitarismus zu tun, sondern lediglich damit, ob man die vier Buchstaben G, A, S und T im Wort Gastronomie entweder im Sinne von Mensch oder im Sinn von Produktionsmittel versteht.

Vielleicht haben Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, es schon bemerkt: Citoyen Rudolf ist anders als bei der ersten überlangen Sperrstunde von März bis Mai jetzt ziemlich angefressen, und zwar nicht auf die Verantwortlichen in Wissenschaft und Regierung, sondern auf die …, die uns diese Sperren jetzt eingebrockt haben. Und an dieser Stelle verspürt der Rudl einen ziemlich unwiderstehlichen Drang, in Richtung Fäkalsprache abzuzweigen. Darum beendet er hier diese Durchschreibe, fast.

Ein ganz wichtiger Hinweis noch: Weinauktion zugunsten des Wiener Integrationshauses

Diese findet heuer online via Dorotheum statt. Von 9. bis 13. November können Sie für einen mehr als guten Zweck Weine erwerben. Vom Rudl sind auch ein paar dabei: Weinland Steirerland Ausland

https://www.integrationshaus.at/de/eventarchiv/24-weinversteigerung-zugunsten-des-integrationshauses

https://www.facebook.com/events/363100911784560/

Im Übrigen ist Rudolf Polifka jetzt ganz besonders heftig der Meinung,

dass es definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Herr Rudolf grüßt zornig und herzlich. A votre santé!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag, 16 bis 21 Uhr, an Schultagen

kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien

 

Sensationeller Durchbruch bei der Suche nach den Ursachen der Ausbreitung des Coronavirus und Weine als Gegenmittel – außertourlich geänderte Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag

Diese Woche geänderte Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag jeweils von 16 bis 21 Uhr. Herr Rudolf bittet um Verständnis und freut sich über Reservierungen.

Hirschen!

Der Rudl ist fuchsteufelswild und sprachlos zugleich. Es mag sich ihm nicht und nicht erschließen, warum die Corona-Infektionszahlen jetzt so stark steigen. Rudolf Polifka hält diese Entwicklung für alles andere als notwendig und für das Resultat des Verhaltens von viel zu vielen Zeitgenossen, denen Bequemlichkeit, vielleicht aber auch Aufmerksamkeit über alles geht.

Und der Rudl hält es für lächerlich, diese Häufung an Infektionen mit den Entwicklungen im März zu vergleichen. Damals hat kaum jemand halbwegs seriös abschätzen können, wie sich die Ausbreitung dieses Virus entwickeln würde und was man dagegen machen kann.

Jetzt sollte es sich bis zum letzten Rechen- und Alphabetisierungsverweigerer durchgesprochen haben, dass keine spektakulären Zauberkunststücke notwendig sind, um diesem Virus seine Grenzen zu zeigen.

Aber es scheint doch ziemlich viele Helden zu geben, denen Abstandhalten, korrektes Masketragen und Händewaschen zu banal sind. Darum demonstrieren und zelebrieren sie ihre Extravaganz in öffentlichen Lokalen, veranstalten Festivitäten in den eigenen vier Wänden, tragen die Maske unter der Nase und kommen jeden zweiten Tag mit irgendeiner ganz neuen Erkenntnis in Zusammenhang mit dem Corona-Virus daher, sei es dass sie die Existenz des Virus sowieso in Frage stellen, sei des dass es sich bei dieser oder jener Schutzmaßnahme um einen Unsinn handle. Und überhaupt sei ja sowieso alles ganz anders.

Möglicherweise gibt es ein in Anthropologie und Humangenetik bis jetzt zu wenig beachtetes Gen, das manche Menschen dazu bringt, der Aufmerksamkeit alles zu opfern. Vielleicht hat das verantwortungslose Gebaren so vieler Leute aber auch mit den Aufmerksamkeitsgeschäftsmodellen der Digitalisierungskonzerne und Boulevardmedien zu tun. Vielleicht ist es auch nur ADHS.

Darum müssen wir, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, der gesamten Armada an Wald- und Wiesenvirologen vermutlich noch etwas offensiver folgende Ratschläge zukommen lassen:

Sprechzentrum deaktivieren, Klugscheißerei einstellen, Maske aufsetzen, Abstand halten, Hände waschen und die vom Onkel Doktor verordnete Ritalin-Dosis gewissenhaft einnehmen. Ende der Durchsage

Abzweigung in Richtung Wein

Exkurs

Citoyen Rudolf ist sich sowieso zunehmend bewusst, dass er keine Lichtgestalten, Shooting Stars, Weltraumspringer, Schönlinge, exaltierten Baumumarmer, eloquenten Kasperln oder geschniegelten Dauergrinser braucht, in der Politik nicht, aber eigentlich eh überhaupt nirgends. Der Geniebegriff ist ihm wie so vieles aus dem neunzehnten Jahrhundert zuwider. Und eine Karikatur auf ein Genie, macht das Ganze auch nicht besser.

Quod erat demonstrandum: Wein

Vielleicht kann man mit Wein besonders schonungslos und deutlich zeigen, dass ein besonnener und unauffälliger Weinbauer bessere Ergebnisse hervorbringt als Stammgäste in den Seitenblicken und Influencer. Darum diese Woche Weine von besonders dezenten Weinmeisterinnen und Weinmeistern.

Rosé 2018, Domaine Dupasquier, Amavigne, IGP Vin des Allobroges (2,50/4)

Welchriesling 2016, Weingut Roland Minkowitsch, Mannersdorf an der March, Südliches Weinviertel (2,50/4)

Zierfandler 2019, Friedrich Kuczera, Gumpoldskirchen, Südbahn (2,50/4)

Welschriesling vom Opok 2018, Maria und Sepp Muster, Schlossberg, Steirerland (4/6)

Riesling Kellerberg Federspiel 2018, Weingut Schmidl, Dürnstein, Wachau (4/6)

Muscadet Cru Gorges 2013, Domaine Michel Brégeon, Gorges, AOP Muscadet Sèvre et Maine, Loire (5/8)

Aus den Dörfern 2018, Hannes Schuster, Sankt Margarethen, Neusiedlersee Hügelland (4/6)

Blaufränkisch Weinberg 2017, Alfred Weber, Deutsch Schützen, Südburgenland (3/5)

… diese Weine und auch noch andere kredenzt Herr Rudolf glasweise ausnahmsweise

am Mittwoch, den 21. Oktober und am Donnerstag, den 22. Oktober

von 16 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Herr Rudolf freut sich über Reservierungen.

Vorschau

In den Herbstferien bleibt die Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils geschlossen. Nächste Öffnungstag, sofern Ignorantinnen und Ignoranten nicht auch noch einen solchen verhindern: Dienstag, 3. November und Donnerstag, 5. November, Thema: die Online-Weinauktion zugunsten des Wiener Integrationshauses: Weinland Steirerland Ausland

https://www.integrationshaus.at/de/eventarchiv/24-weinversteigerung-zugunsten-des-integrationshauses

Im Übrigen ist Rudolf Polifka auch im Herbst der Meinung,

dass es jetzt definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Herr Rudolf grüßt dezent, aber herzlich!

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kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien

 

Italien, trotzdem

Momentan gurken sie mit dem Radl durch Italien. Aber der Sportkanal, auf dem der Rudl sonst Radrennen anschaut, bringt Tennis. Trotzdem würdigt Monsieur Rudolf die Radläufer, indem er kommende Woche Weine (fast) aus Italien glasweise kredenzt, wiewohl der Rudl gleich hinzufügt, dass es in Sachen italienischer Wein Kompetentere gibt als ihn, etwa den Herrn Enrico oder den Herrn Dominik.

Dem Rudl seine Reserviertheit gegenüber dem südlichen Nachbarland ist vermutlich weniger auf dieses selbst zurückzuführen. Dort, wo der Rudl aufgewachsen ist, mögen fast alle und jede fast alles und jedes, was nur irgendwie nach langen, dünnen Nudeln oder Wein, der auf -i endet, klingt. Da muss der Rudl, obwohl schon im Alter von zwei Jahren in Italien auf Urlaub, sehr früh eine Trotzreaktion gegen seine italophilen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen entwickelt haben.

Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht ganz außerordentlich großartige Weine in Italien gibt. Emidio Pepe etwa soll solche machen. Das hat der Rudl zugegebenermaßen bis jetzt immer noch nicht überprüft. Die Weine von Enzo Pontoni hingegen schon. Nur bekommt man die nicht so einfach. Aber Sauvignons von diesem Weinbauern gehören zu den besten Weinen, die Caviste Rudolf bis jetzt getrunken hat. Für den Fall, dass Sie über so einen stolpern, legt Ihnen der Rudl ganz dringend einen Kauf nahe.

Und auch Joško Gravner ist so ein Weinmeister.

Eine Bemerkung erlaubt sich der Rudl in diesem Zusammenhang noch: In Frankreich bringen es primitive Hetzer vielleicht zum Amt eines Bezirksvorstehers im Hafenviertel von Marseille, aber ganz sicher nie in die Nähe eines Regierungsamtes auf Staatsebene. Da kann Huellebecq noch so geschäftstüchtig seine Visionen ausbreiten.

Herr Rudolf wird Sie, geneigte Oenologin, gewogener Oenologe, diese Woche nicht mit viel Text beglücken. Das bedeutet nicht, dass es über die Weine von Joško Gravner und anderen grandiosen Weinbauern aus Italien und Umgebung nicht viel zu schreiben gäbe.

Galea 2014, i Clivi, Corno di Rosazzo, Friaul (5/8)

hundert Percent Friulano

Galea 2001, i Clivi, Corno di Rosazzo, Friaul (6/9)

die Herbstausgabe vom Vierzehner

Malvasia Selezione 2017, Marco Fon, Komen, Slowenien, Karst und fast schon Italien (6,50/10)

Da ist der Rudl wirklich neugierig.

Fabbrica di San Martino Bianco 2013, Lucca, Toskana (5/8)

In die Hügeln hinter Lucca, von wo dieser Wein kommt, ist der Rudl seinerzeit seiner Lieblingsfußballmannschaft Everton und Paul Gascoigne ins Trainingslager hinterhergefahren. Und er hat dort tatsächlich den Meister an der Hotelbar auf einen Orangensaft eingeladen.

Den jüngeren Bruder von diesem Wein können Sie bei Herrn Enrico erwerben.

Bianco Breg 2008, Joško Gravner, Oslavia, Italia (9/14)

Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Grigio und Riesling italico maischevergoren in georgischen Amphoren, dann fünf Monate Reifung, wieder in Amphoren, bevor der Wein für sechs Jahre in das große Holz gekommen ist keine Temperaturkontrolle, keine Schönung, kein Filtrieren, nix

Teran 2011, Branko und Vasja Čotar, Komen, Kras, fast schon Italien (4,50/7)

Rosso Breg 2004, Joško Gravner, Oslavia, Italia (13/20)

reiner Pignolo im Holz vergoren, dann in Amphoren, alles ohne Temperaturkontrolle, fünf Jahre wieder Holz, fünf Jahre Flasche, sowieso unfiltriert und ungeschönt Tannine sind jetzt gebändigt

… diese Weine und zumindest am Dienstag bei Geschäftsöffnung auch noch alle Chardonnays aus der Vorwoche gibt es glasweise

Dienstag, den 13. Oktober und am Donnerstag, den 15. Oktober

von 16 bis 21 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Herr Rudolf freut sich über Reservierungen.

Vorschau auf den Unterrichtsstoff am 20. und 22.10.

vielleicht zehn Jahre reifer

Im Übrigen ist Rudolf Polifka auch im Herbst der Meinung,

dass es jetzt definitiv Zeit für den Ausbruch des Menschen aus seiner selbstverschuldeten, neoliberalen Unmündigkeit ist

und man auch deshalb den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären soll.

Herr Rudolf grüßt den und dankt ganz besonders dem Trainer!

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag, 16 bis 21 Uhr, an Schultagen

kosten- und fast CO2-lose Zustellung innerhalb von und um Wien