Irouléguy gegen Jurançon, das ist Brutalität.

Zuerst einmal im Sinne der Ausgewogenheit und in diesem Fall sogar ernst gemeint

Der Rudl denkt gerne nach. Auch wenn er etwa diese Zeilen schreibt. Zuerst schreibt der Rudl. Das geht manchmal irgendwie wie von selber. Da muss das heraus, fast ein bissl kathartisch. Dann denkt der Rudl nach. Manchmal sind diese Zeilen schon abgeschickt und dem Rudl fällt noch etwas ein, eine Präzisierung, ein anderes Vokabel, eine Steigerung, eine Abschwächung oder halt irgendetwas. Gscheit ist diese Reihenfolge nicht. Das hat der Rudl nie behauptet.

Vergangene Woche hat der Rudl zum Ausdruck gebracht, dass es ihm schwer falle, Vulgäratheismus ernst zu nehmen und letzteren auch der Schmähfreiheit bezichtigt. Der Vollständigkeit halber möchte der Rudl ergänzen, dass es sich für ihn etwa mit Vulgärkatholizismus gerade genauso verhält. Herr Rudolf meint, die Vertreterinnen und Vertreter desselbigen daran zu erkennen, dass sie da und dort ein Kreuz im öffentlichen Raum fordern und die Frage, was ein Kreuz für sie bedeute, mit einem „Weil das bei uns so der Brauch ist“ quittieren. Der Rudl fragt sich dann, warum sie nicht eine Lederhose aufhängen.

Und noch etwas

Angeblich kritische Medien haben einander letzte Woche rund um den zehnten Todestag von Jörg Haider in der Kategorie Affentheater überboten. Der 10. Oktober ist auch der Todestag von Günter Brödl. Um den wird kein Trara gemacht. Wahrscheinlich passt das zum Trainer.

Am 10.10.2010 ist die Würdigung des zehnten Todestages von Günter Brödl deutlich dezenter ausgefallen. Aber er, der Trainer, hat, wie es Franz Deckenbach auf seiner Homepage www.espressorosi.com unüberbietbar auf den Punkt bringt, „das Leben vieler Menschen zum Positiven verändert“.

So viel Zeit und Raum muss schon sein!

Wein

Dass die Appellation Irouléguy am Fuß der französischen Pyrenäen eine der Lieblingsappellationen vom Rudl werden würde, hat der gewusst, noch bevor er hingefahren ist. Das mit der abfälligen Bemerkung von James E. Wilson hat Ihnen Caviste Rudolf schon erzählt.

Jurançon hat Herr Rudolf erst zwei Jahre später für sich entdeckt. Vielleicht ist das der exponierteren Lage von Irouléguy geschuldet. Vielleicht auch dem höheren Prestige, das den Weinen des Jurançon zugeschrieben wird. Die Geologie von Irouléguy ist vielfältiger als die „poudingues“ des Jurançon. Letztere sind Steinbrocken, die sich auf dem Wasserweg im Gave aus den Pyrenäen heraus nach Norden deplaciert haben.

Ein Vergleich

Diese Woche lässt Caviste Rudolf jeweils drei Winzer der beiden Appellationsnachbarinnen gegeneinander antreten. Weißweinrebsorten haben sie dieselben, Irouléguy erlaubt auch Rotweine, Jurançon genau genommen nur Süßweine, aber es gibt eine eigene Appellation Jurançon sec für trockene.

Das Jurançon

ist die zweitsüdwestlichste Weinbauappellation Frankreichs. Sie befindet sich im Süden und Westen von Pau.

Irouléguy

ist kleiner, geologisch aber vielfältiger als Jurançon.

Domaine Ilarria

Peio Espil ist ein Freund der Archäologie und der Kunst. In seiner Jugend hat er für eine NGO, die sich um Flüchtlinge zwischen Äthiopien und Somalia gekümmert hat, und im Bereich der landwirtschaftlichen Entwicklung von Entwicklungsländern und Wüstengebieten gearbeitet. 1987 ist er dann ins Baskenland zurück gekommen. Um diese Zeit hat in Irouléguy das Bewusstsein, es mit einem einzigartigen Terroir zu tun zu haben, eingesetzt. Michel Bourgignon hat die von seinem Vater gegründete Genossenschaft übernommen, Etienne Brana begonnen, höhere und steilere Lagen zu terrassieren, junge Weinbauern neu ausgepflanzt. Monsieur Espil hat 0,75 Hektar Weingarten von seinem Vater übernommen und dann jedes Jahr einen Hektar gesetzt. Jetzt sind es acht, der Großteil davon auf Kalk, ausschließlich die zu Rosé vinifizierten Tannat und Cabernets auf Schiefer.

Heute liest Peio Espil gerne Masanobu Fukuoka, auf Englisch.

In seinen Weingärten resultiert daraus die Rückkehr der natürlichen Begrünung. Keine Bodenbearbeitung, abgesehen von jener der Schafe. Das begrenzt den Hektarertrag auf fünfundzwanzig Hektoliter, wird ab dem siebten Jahr aber ziemlich interessant. Schwefel nur bei der Füllung, und da minimal. Der Irouléguy Rouge sans sulfites ajoutés muss den Abfüllvorgang ganz ohne fremde Schwefelassistenz derpacken.

Seltene Koalition von Sauberkeit und Fülle als Resultat.

Domaine Arretxea

Der erste nicht-litterarische Kontakt des Rudl mit diesem Wein hat 2009 in einer Weinbar in Biarritz stattgefunden. Nicht dass der Rudl diesen Kommentar zu seiner Weinentscheidung gebraucht hätte, hat der Wirt den Hégoxuri als den besten Weißwein des Südwestens bezeichnet.

Auf der Diretissima ist Michel Riouspeyrous nicht zum Wein gelangt, obwohl sein Opa auch Weinbauer gewesen ist. Die europäische Landwirtschaftspolitik ist schon in den Achtziger Jahren nicht das, was der Rudl als „zukunftsträchtig“ bezeichnen würde, gewesen. Sie hatte den Betreibern gemischter Landwirtschaften wie den Eltern von Michel Riouspeyrous nahegelegt, auf Viehzucht zu setzen. So oder so, hat der junge Riouspeyrous landwirtschaftliche Studien aufgenommen, ist dann ein Zeitl zwischen Argentinien und dem Senegal herumgestudienreist, um zuerst einmal Lehrer für landwirtschaftliche Fächer zu werden, immer noch geprägt von der produktivistischen Dogmatik. Eines Abends ist er dann von der Schule nach Hause gekommen, hat seine Schultasche einer anderweitigen Wiederverwertung zugeführt und die Konsequenz gezogen: Wein bei Null beginnen, materiell und erfahrungstechnisch. Letzteres sollte sich langfristig als Vorteil erweisen. 1993 der erste Rote, vier Jahre später der erste Hégoxuri. Gleichzeitig kommt seine Frau Thérèse aus dem Elsass auf das Weingut. Kontakte zum Geologen Yves Herody, Didier Dagueneau, 1998 Biodynamie in einer unideologischen, undogmatischen und regionalisierten Variante. Immer noch auf der Suche, das Potential seiner Weingärten ganz auszuschöpfen.

Domaine Améztia

Die Costeras sind Schafbauer und als solche Hersteller eines großartigen Ossau-Iraty. Wein machen sie auch. Den Roten und den Rosé kann man manchmal ab Hof sogar kaufen. Für den Weißen braucht man den sehr gut sortierten Fachhandel vor Ort und gute Freunde, die diesen aufsuchen.

Domaine de Souch

Yvonne Hegoburu ist es gewesen, die Didier Dagueneau davon überzeugt hat, dass man da unten gute Weine machen kann.

Gros Manseng

Auf Baskisch heißt er „Izhiriota“. Er ist für die Quantität zuständig. Der falsche Mehltau ist nicht sein bester Freund.

Petit Manseng

Izkiriota Itipia, ist ertragsschwach, kleinbeerig und dickschalig, kann deshalb lange am Stock hängen und viel Zucker bilden. Anklänge an Zimt, exotische Früchte, Honig und reifen Pfirsich gehen auf seine Rechnung.

Petit Courbu,

Xuri Zerratia, ist fast immer in der Minderheit, noch ertragsschwächer als der Petit Manseng, aromatisch dafür noch feiner.

Tannat

Bezeichnenderweise versteht man unter Tannat nicht nur die Rebsorte, sondern auch die Salze im Tannin. Seinerzeit hat man viel mehr Tannat reinsortig ausgebaut. Vielleicht haben die Menschen früher mehr Geduld gehabt. Denn trinken hat man das meistens erst nach zwanzig Jahren können. Heute ist fast immer ein mehr oder weniger kleiner Anteil an Cabernet Franc oder oder und Cabernet Sauvignon dabei. Direkt jungweintauglich macht ihn das aber auch nicht.

Gesundheit!

 

Vielleicht gilt Tannat deshalb als gesündester Rotwein der Welt, weil er mehr zum Aufheben als zum Trinken da war.

Die Forscher sehen andere Gründe: Kein anderer Wein entwickelt so einen Haufen an Procyanidin wie Tannat, viermal so viel wie jeder andere Rotwein, zumindest wenn er traditionell gekeltert wird und also drei bis vier Wochen auf der Maische steht – manchmal auch ungerebelt – und dann im alten Holz ausgebaut. Die Tannats aus Uruguay tun das in der Regel nicht, die aus den Pyrenäen, vor allem die aus Madiran und Irouléguy schon. Procyanidin beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor und fängt Radikale.

Heute versucht man die Typicität der Rebsorte zu erhalten, aber seine Trinkreife zu beschleunigen. Dort wo das gelingt, hat man reife und runde Tannine und Aromen nach schwarzen Beeren, Mirabellen und Brombeeren.

  • Jurançon sec „La Part Davant“ 2013, Camin Larredya, AOC Jurançon sec, Sud Ouest (4,50/7)
  • Jurançon sec 2011, Domaine de Souch, AOC Jurançon sec, Sud Ouest (5/8)
  • La Magendia 2005, Clos Lapeyre, AOC Jurançon, Sud Ouest (6/9)
  • Eztia 2013, Domaine Ameztia, Saint Etienne de Baigorry, AOC Irouléguy, Sud Ouest (4,50/7)
  • Irouléguy rouge sans sulfites ajoutés 2012, Domaine Ilarria, AOC Irouléguy, Sud Ouest (5/8)
  • Haitza 2012, Domaine Arretxea, AOC Irouléguy, Sud Ouest (6/9)

(in Klammern die Preise für das Sechzehntel und das Achtel)

selbstverständlich auch billigere Weine gibt es glasweise

am Mittwoch, den 17. und am Freitag, den 19. Oktober

von 16 bis 22 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Vorschau auf 24. Oktober

vermutlich der Weiße von Ilarria 2010, 2012 und 2013

Wieder einmal nützt der Rudl die Gelegenheit, Sie dazu einzuladen, sich Begleitung für den Wein in die Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils mitzubringen. Einen Ossau-Iraty zum Beispiel, oder etwas anderes.

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung, dass man den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären sollte!

Gizon Rudolf zuen Ohore! … oder so ähnlich

Schicken Sie ein entsprechendes E-Mail, wenn Sie keine Nachrichten der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils bekommen möchten.

Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag, 16 bis 22 Uhr, an Schultagen

kostenlose und CO2-minimierte Zustellung innerhalb von Wien ab einem Bestellwert von 57

Bitzgscheite Weine von Rebsorten mid ana schlechten Reklam

Wenn der Rudl den Trainer richtig versteht, denn geht es dem auch um die kindliche Kompetenz, sich selber, aber auch der Welt nicht immer todernst gegenüber zu stehen, sich aber auch nicht auf ein rationell verwertbares Produktionsmittel reduzieren zu lassen und den persönlichen Träumen und Phantasien mehr Raum zu geben als angecoachtem Selbstdarstellungsgehabe und lächerlichen Souveränitätsallüren, auf die Gefahr hin, den Verstand abgesprochen zu bekommen und sich eine schlechte Nachred‘ einzutreten. Der Herr Kurt hat dafür einmal das Bild vom Profil eines Goiserers verwendet.

Das heißt ja nicht, dass man das, was man macht, nicht ernst meint. Ganz im Gegenteil! Aber dieser Hang, sich selber mit dem Kern seiner Existenz an ein Anliegen oder seine Handlungen zu ketten, der beunruhigt den Rudl zunehmend. Spitznamen sind abgeschafft und bei jedem Käse geht es gleich um die Wurst, um die Ehre sowieso.

Da wird dann jedes Anheben der Mundwinkel zu einem vermeintlichen Zeichen von Schwäche, Understatement oder Selbstironie zu einer Kapitulation. Heiliger Ernst, hundert Percent schmähfrei und unbarmherzig. Nicht selten Hand in Hand mit einem fundamentalistischen Vulgäratheismus, dem naturgemäß jede Möglichkeit einer Existenz über dem aufgeblähten Ego ein Dorn im Auge sein muss, vorgebracht mit einer positivistischen Überheblichkeit, die an Missionare während der Hochblüte des Kolonialismus erinnert. Das ist alles nicht dem Rudl sein Terroir. Das macht ihm Angst, ganz besonders Angst macht ihm diese Schmähfreiheit und Selbstironieresistenz im Bildungsbereich.

Vor ein paar Tagen ist es gewesen.

Da hat sich Schulmeister Rudolf von Schülerinnen und Schülern ein Lied vorspielen lassen. Das hat ihn mit drei oder vier Fragezeichen zurückgelassen, die Musik und der Text noch mehr. Hintergrund der Vorspielerei war, dass diese Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Altersgenossinnen und Altersgenossen angeklagt hatten, sich an falschen Vorbildern zu orientieren und überhaupt ziemlich für die Haare zu sein. Jetzt ist es nicht so, dass der Herr Rudolf das seinerzeit nicht auch über etliche seiner eigenen Alterskolleginnen und -kollegen behauptet hätte.

Einerseits ist es natürlich schon so, dass der Rudl keine Generation kennt, der man nicht Ähnliches prophezeit hätte. Andererseits erfüllt die Besessenheit mancher Jugendlicher, aber natürlich noch mehr mancher Erwachsener von ihrem äußeren Erscheinungsbild Herrn Rudolf nicht nur mit Sorglosigkeit.

Bei Jugendlichen gehört der hohe Stellenwert von Panier und Matte ja irgendwo schon zur „job description“, wobei dem Rudl das zackig adrette Piccobello ein bisschen unheimlich ist. Und er fragt sich, ob eine Hose wirklich nur dann cool sein kann, wenn die Löcher deutlich erkennbar schon von der Fabrik hineingemacht worden sind.

Haben dagegen Vierzig- und Fünfzigjährige immer noch keine größeren Sorgen als zeitgemäßer Stil und richtig sitzender Kragen von einer Pfoad, alles angeblich unverzichtbare Hinweise auf Kompetenz und Souveränität, dann machen sich beim Rudl erste Anzeichen von Verzweiflung bemerkbar.

Und bevor …

Schulmeister Rudolf dann versucht, in der Kurve zur Oenologie nicht hinauszufliegen, gestattet er sich noch einen Hinweis auf die Tagespolitik: Der Rudl meint, sich an Zeiten erinnern zu können, wo in allen oder vielleicht fast allen politischen Lagern Persönlichkeiten mit Format und der Gabe der Selbstironie zu finden gewesen sind. Rudolf Polifka fragt sich, wo die alle sind. Mit Ausnahme des Felsens in der Brandung Hofburg, ohne den sich der Rudl dieses Land lieber nicht vorstellen möchte, vermag er niemanden zu erblicken.

Und wer rennt den schmähfreien Ehrverteidigern nach und nimmt die ernst? Damit ist Polifka Fils wieder beim Bildungssystem.

Rebsorten

Wenn Rebsorten und Weine mit ihrer Nachrede zu kämpfen haben, dann hat das ziemlich sicher nichts mit Selbstironie zu tun. Aber vielleicht ist schlechter Nachrede mit Ironie zu begegnen, und mit Hartnäckigkeit.

Welschriesling

Dem Welschriesling möchte der Rudl schon seit längerer Zeit ein Wochenthema widmen. Den gibt es nicht überall, mehr oder weniger eh nur in und um Österreich. Aber dort kann er mit Rheinriesling, Traminer, Veltliner und den internationalen Rebsorten imagemäßig nicht mithalten, zumindest nicht im Trockenen. Eine der zahlreichen oenologischen Arbeitshypothesen des Rudls ist, dass mit Welschriesling viel mehr möglich wäre. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Caviste ein altes Buch über den Weinbau in Österreich in der Hand gehabt. Da ist der Welschriesling als die Rebsorte mit der drittspätesten Reife aufgezählt gewesen. Nur Rheinriesling und Zierfandler reifen demnach später als Welschriesling. Den Rudl erinnert Welschriesling ein bissl an Jacquère. Die reift auch spät, was in Anbetracht der Klimakatastrophe ja nicht die allerblödeste Eigenschaft für eine Rebsorte ist.

Gamay

In einer Umfrage nach den drei Erstassoziationen von „Gamay“ wird Beaujolais Primeur ziemlich sicher nicht oft außerhalb der ersten drei Nennungen landen. Und in einem guten Monat hebt die Primeurerei wieder an. Direkt dafürkönnen tut Gamay da nichts. Verdient hat er es aber auch nicht.

Im kleinen Weingarten, den sich Jacques Maillet nach seinem Rentenantritt behalten hat, stehen vor allem ganz alte Gamaystöcke, ziemlich sicher nicht zufällig.

Sämling 88

Es gibt ja die eine oder andere verunglückte Rebsortenbezeichnung. Über das Synonym des Rotburgers hat Ihnen der Rudl im März, zum Geburtstag des resistenten Josef Bauer, ein paar Überlegungen zukommen lassen.

Georg Scheu hat 1916 eine Rebsorte gezüchtet. Bis dahin ist alles mehr oder weniger gut gegangen. Schwarze Ribisel und Grapefruit, missglücktenfalls nach Schweiß, gut geeignet für hohe Prädikate, was sich mittlerweile bis in den englischen Weinbau durchgesprochen hat.

Herr Scheu hat seinerzeit verkündet, es handle sich bei seiner Züchtung um eine Kreuzung aus Riesling und Sylvaner. DNA-Analysen haben mittlerweile gezeigt, dass Riesling und Bukettraube die Eltern des Sämling 88 sind. Diese Bezeichnung ist aus heutiger Sicht zumindest unglücklich, obwohl die Zahl 88 zur Zeit der Züchtung des Sämlings unverdächtig gewesen ist. Aber auch aus heutiger Sicht ist Sämling 88 nur die zweitschlechteste Bezeichnung für diese Rebsorte.

In den Dreißiger Jahren haben die Kommunikationsexperten die Scheurebe nach dem NS-Landesbauernführer Richard Wagner „Wagnerrrebe“ benannt. Anders, genau genommen diametral entgegengesetzt zum Rotburger, hat man den Sämling dann in den Fünfziger Jahren in Scheurebe umbenannt.

Chasselas

Der Ursprung des Chasselas ist nicht mit letzter Sicherheit zu klären. Als wahrscheinlich gilt, dass Vorfahren des heutigen Chasselas aus Ägypten oder dem Jordantal in die Westalpen gelangt sind, wie so vieles, worauf heute kaum jemand verzichten möchte.

In seiner heutigen Form dürfte Chasselas von Winzern aus den Westalpen selektioniert worden sein. Seine Spielarten reichen vom frühen weißen Gutedel über den Chasselas doré zum Chasselas noir.

Wirklich anspruchsvolle Weine setzen sehr alten Rebbestand und viel Kultur seitens des Weinbauern voraus. Pierre Fonjallaz, Marie-Thérèse Chappaz und Dominique Lucas sagt man die nach.

Bouvier

Um 1900 soll ein steirischer Bankier mit dem sprechenden Namen Clotar Bouvier bei Bad Radkersburg aus Gelbem Muskateller und Weißburgunder gezüchtet haben. In der Steiermark hat sich Bouvier nicht nennenswert halten können. Im Burgenland führt er ein Rückzugsgefecht.

Jacquère

Achtzig Prozent der Weine aus der Leitrebsorte Savoyens werden im Jahr der Lese verkauft. Die von Giachino nicht. Die von Jacques Maillet auch nicht. Und die von Dupasquier sowieso nicht.

Muscadet

Seit in den Neunziger Jahren Geiz geil geworden ist, ist es an und für sich eh gar nicht mehr so leicht, sich eine schlechte Nachrede einzuhandeln, nur weil man versucht, aus Abfall Geld zu machen, wie das der Prophet Amos auf den Punkt gebracht hat. In manchen Bereichen der Nahrungsmittelindustrie scheint das als Geschäftsmodell längst anerkannt zu sein.

Im Muscadet dürften sie das schon deutlich vor den Neunziger Jahren gemacht haben. Und jetzt pickt der Dreck im Profil und geht nicht mehr heraus.

Chenin Blanc

Der hat eine gute Nachred‘, was den Rudl nicht daran hindert, mit ihm nicht und nicht per Du werden zu können. Ein neuer Anlauf dazu. Schiefer und Quartz.

  • Monfarina 2015, David & Fred Giachino, Chapareillan, AOP Vin de Savoie (2,50/4)
  • Welschriesling Opok 2016, Alice und Roland Tauss, Leutschach (2,50/4)
  • Calamin Grand Cru Epesses 2012, Pierre Fonjallaz, Epesses, Lavaux (4,50/7)
  • Himmel auf Erden II maischevergoren 2015, Christian Tschida, Illmitz (5/8)
  • Gamay Les Vignes du Seigneur 2015, Jacques Maillet, Motz, AOP Vin de Savoie (4/6)
  • Muscadet Cru Gorges 2013, Domaine Michel Brégeon, Les Guisseaux, Loire (5/8)
  • Coulée de Serrant 2008, Coulée de Serrant (Nicolas Joly), AOC Coulée de Serrant, Loire (12/18, ohne Probieren en avance)
  • Bouvier Ausbruch 1976, Weingut Frank, Zurndorf, Neusiedler See (6/-, sofern er noch geht)

(in Klammern die Preise für das Sechzehntel und das Achtel)

selbstverständlich nicht ausschließlich diese Weine gibt es glasweise

am Mittwoch, den 10. und am Freitag, den 12. Oktober

von 16 bis 22 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

Vorschau auf 17. und 19. Oktober

Ein Wein aus vier Gläsern, viermal. Wie wichtig ist das Glas?

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung, dass man den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären sollte!

Ostbahn lebt!

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag, 16 bis 22 Uhr, an Schultagen

kostenlose und CO2-minimierte Zustellung innerhalb von Wien ab einem Bestellwert von 57

Via Brünnerstrassler ins Muscadet. Ein Hoch auf den Nonkonformismus … und ein Tief auf die Deregulierung!

Wos weida geht

 

Vor ein paar Tagen war es. Da hat der Rudl mit dem Herrn K gesprochen. Um das Weinviertel ist es gegangen. Und darum, dass dort zu wenig weiter geht, oder das Falsche weiter geht, wie man es halt nimmt. Es fällt dem Rudl schwer, da zu widersprechen. Und das tut dem Rudl leid, denn das Weinviertel gehört seit ziemlich auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahren zu den Lieblingsweinbaugebieten vom Rudl. Das hat vor allem mit der Vielfalt von Landschaften, Dörfern und Steinen dort zu tun. Schade findet es Herr Rudolf, dass sich diese Vielfalt nicht noch mehr in einer Vielfalt an Weinstilen abbildet. Auf alle Fälle hat sich der Polifka Fils vor einem viertel Jahrhundert in den Kopf gesetzt, von der Wachau aus in der Nähe der Staatsgrenze im Uhrzeigersinn entlang ins Burgenland zu kutschieren. Dabei ist er in Poysdorf über einen Poysdorfer Saurüssel 1979 gestolpert. Das sollte nicht nur sein Zugang zum Weinviertel, sondern auch der zu reifen Weinen gewesen sein.

 

Poysdorfer Saurüssel

 

Vielleicht repräsentiert der Saurüssel ein bissl die Ambivalenz Weinviertler Weine. An und für sich ist Saurüssel, gelegentlich auch „Saurüsseln“ genannt, eine Riede im Osten von Poysdorf. Die hat dem Poysdorfer Saurüssel, einem Wein der niederösterreichischen Winzergenossenschaft mit Sitz in der Simmeringer Hauptstraße den Namen gegeben. Die Trauben dafür sind damals schon nicht ausschließlich in der Riede Saurüssel gewachsen, bald auch nicht mehr in und um Poysdorf und nach der mittlerweile wieder gewendeten Wende auch bald nicht mehr nur in Cismarchanien. Ein Hoch auf die Deregulierung!

Der Stil des Weins hat sich im Lauf der Zeit auch verändert. Ursprünglich ist der Saurüssel nicht einmal immer ganz trocken gewesen. Der Neunundsiebziger ist vom Rudl 1993 getrunken worden und hat ihn damals außerordentlich begeistert. Von der leeren Flasche hat er sich bis heute nicht trennen können. Die hat als leere Flasche sieben Mal übersiedeln dürfen, was für eine leere Flasche wahrscheinlich gar nicht einmal so übel ist.

Zugegebenermaßen ist der Gaumen vom Rudl damals in oenologischer Hinsicht am Beginn seiner Ausbildung gestanden ist.

Weniger gereifte Exemplare des Poysdorfer Saurüssel sind damals vom Rudl und seinen Forschungskolleginnen und Forschungskollegen zu besseren Anlässen konsumiert worden. Ähnliches hat für den Dürnsteiner Katzensprung gegolten. Zu alltäglicheren Gelegenheiten musste Wein aus größeren Gebinden herhalten.

Irgendwann wurde der Poysdorfer Saurüssel dann immer mehr irgendwie und bald darauf gar nicht mehr.

2010 haben Poysdorfer Winzer den Namen gekauft und die Marke wiederbelebt. Darüber hat sich der Rudlbub anfangs gefreut. Etwas später hat er das neue Etikett gesehen und von einer „Legende“ gelesen. Damit assoziiert Monsieur Rudolf günstigstenfalls das Ende eines Beines. Noch ein bissl später hat er die ersten Saurüssel getrunken.

 

Theologie

 

Von seiner Hacken weiß der Rudolf, dass beim Sprechen und Schreiben über das Transzendente jedwede Trefflichkeit durch eine noch größere Unzutrefflichkeit relativiert wird. Und ein bissl etwas Transzendentes ist der Wein schon, zumindest insofern als er aus einer Wandlung resultiert. Vielleicht schreien manche Aussagen und Urteile über Wein deswegen förmlich nach Relativierung. Das mit der definitiven Sicheinbildmacherei scheint dem Rudl ja sowieso nicht Ausdruck allerhöchster Zivilisation zu sein. Heute haben wir vierzig Magapixel beim Bildermachen und hundertprozentige Durchfallquoten bei Schreibdiagnosetests. Den Bilderstreit hat der Westen gewonnen, die Alphabetisierung ganz sicher nicht.

Direkt widersprechen kann und will Caviste Rudolf der  Arbeitshypothese über das Nichtsweitergehen im Weinviertel zwar nicht, ein paar Flaschln vor den oenologischen Vorhang zerren und dadurch das Nichtsweitergehen relativieren aber schon.

 

Brinnaschdrassla

 

Ein Chef unter den Weinbaugebieten Österreichs scheint das Weinviertel nie gewesen zu sein. In seiner ewigen Wiener Dialektversion des Neuen Testaments übersetzt Wolfgang Teuschl den zu früh kredenzten minderwertigen Wein mit dem Dialektwort für Weinviertler Wein, den zu spät aufgefahrenen edlen mit dem für Weine aus der Thermenregion. Der Rudl ist darauf schon einmal eingegangen.

Der altgriechische Kirchenwirt von Kana wundert sich, dass der aus Wasser gewonnene, später kredenzte Wein, der bessere Wein, der oῖνον ἓωϛ, sei als der zuvor aufgefahrene minder schmackhafte. Er selber, der Wirt, ziehe es vor, zuerst den hochwertigen Wein auszuschenken, mit dem Zweitwein hingegen zuzuwarten, bis das Urteilsvermögen der Gäste aufgrund erhöhten Grades an Alkoholisierung gemindert sei.

 

Sprachnotstand

 

Der altgriechische Text ist schon eine Verfremdung der gschertn Worte des Galliläers in eine Gelehrtensprache. Letzterer hat bekanntlich Aramäisch gesprochen, einen zu seiner Zeit nicht sonderlich prestigeträchtigen Dialekt. Alles andere wäre erstens mit Fischern, Handwerkern und Bauern vermutlich nicht sehr zielführend, zweitens ihm selber ziemlich sicher auch gar nicht möglich gewesen. Bei der Einheizmatura hätte der Häuslbauer aus Nazareth ziemlich sicher keinen Auftrag gehabt. Da wäre er nicht nur am fehlenden Wissen über die Mindest- und Höchstwörterzahl einer Meinungsrede gescheitert, sondern auch an ein paar anderen Formalismen. Abgesehen davon kann man seinen Worten von damals eine gewissen Bedeutung und Wirkung aber nicht absprechen.

Den gespreizten altgriechischen Text haben sie dann in die deutsche Einheitsübersetzung verbannt. An Anschaulichkeit hat er dadurch nicht gewonnen.

Wolfgang Teuschl ist es zu danken, diese Texte wieder einer Jesus angemessenen Sprachvariante zugeführt zu haben. Kurt Sowinetz und Willi Resetarits haben daraus Sprechkunstwerke gemacht.

 

Klimakatastrophe

 

Dem Brünnerstrassler hat man viel Säure nachgesagt. Das mag auch mit hohen Erträgen zu tun gehabt haben. Heute scheint der für Weinviertler Weine nachteilige Vergleich mit jenen von der Südbahn dem Rudl schwer nachvollziehbar, obwohl eine derart spät reifende Rebsorte wie Zierfandler sich in Anbetracht der Herausforderungen, vor die die Klimakatastrophe Weinbauern stellt, als sehr kooperativ erweist. Alle Weinbaumeister dürften dieses Entgegenkommen des Zierfandlers aber nicht entsprechend würdigen. Da lobt sich der Rudl Kulturweinwinzer wie Friedrich Kuczera aus Gumpoeds- und Johann Stadlmann aus Traiskirchen.

 

Ein Blick auf die urgeologische Karte

 

Abgesehen von Eisen und Vulkanen gibt es im Weinviertel fast nichts, was es nicht gibt. Es überwiegt Löss. Aber die kalkigen Reste des Urmeeres sind gar nicht so wenige. Im Nordwesten schaut schon das Urgestein aus der Böhmischen Masse herein.

 

Weingut Roland Minkowitsch, Mannersdorf an der March, Südliches Weinviertel

 

Nonkonformismus gehört wahrscheinlich nicht zu den Kernqualitäten, die man einem Staatssekretär im Innenministerium und zweiten Nationalratspräsidenten zuschreiben würde. Aber Roland Minkowitsch sen. hat zu einer Zeit Gewürztraminer und Rheinriesling in Mannersdorf an der March ausgepflanzt, als dort noch Brauner Veltliner angesagt gewesen ist. Leichter hat er sich das Leben dadurch in Mannersdorf an der March nicht gemacht. „Biachlbauer“ hat man ihn geheißen. Als Kompliment ist das nicht gemeint gewesen. Aber dafür ist etwas weiter gegangen. Roland Minkowitsch jun. ist den Weg seines Vaters weiter gegangen und hat seinerseits 2014 den Betrieb an seinen Neffen Martin übergeben, bleibt am Weingut präsent. Zum Glück. Die alte Baumpresse auch. Auch zum Glück. Zu noch mehr Glück steht sie nicht nur zu Dekorationszwecken herum. Alle Weine werden noch mit ihr gepresst.

 

Josef Salomon, Falkenstein, Veltliner Land

 

Josef Salomon hat Ende der Siebziger Jahre begonnen, das damals noch von seinem Vater Heinrich geführte Weingut nach biologischen Richtlinien zu führen, auch das kein Weg des geringsten Widerstandes. Besonders bemerkenswert erscheint dem Rudl, dass Senior Heinrich Salomon, ein wirklicher Doyen des Weinviertler Weinbaus, den Weg des Sohnes unterstützt hat.

Als bezeichnend für Josef Salomon mag man sehen, dass er das in den letzten zwanzig Jahren ökonomisch vermutlich erfolgreichste Projekt des Weinviertler Weins, den DAC, boykottiert. Ein Wein kann zum Zeitpunkt der DAC-Präsentation noch nicht fertig sein. Josef Salomon ist nicht gerade das, was man ein „Redhaus“ nennt. Diesen einen Satz wiederholt er sogar.

Kalk, was im Weinviertel zwar alles andere als die Regel, aber auch wieder nicht so selten ist.

 

Josef Zens, Mailberg

 

In den allerersten Weinbüchern, die sich der Rudl gekauft hat, ist das Weingut Josef Zens quasi Stammgast. Das war zu Zeiten von Josef Zens sen. Heute kommt es da und dort vor, aber nicht mehr so regelmäßig und nicht mehr so prominent. Möglicherweise verrät das mehr über die Weinbücher als über das Weingut. Josef Zens jun. ist nicht der Mensch, der Trends hinterher hüpft. Der hat nicht viel geändert. Das schmeckt man den Weinen an.

 

Weingut Rudolf Fidesser, Platt, Retzer Land

 

Den kleinen Ort Platt hat der Rudl über einen Biowinzer kennengelernt. Aber das ist damals nicht das Weingut Fidesser gewesen. Über ein Heftl des Ernteverbandes ist Student Rudolf seinerzeit auf einen Nebenerwerbswinzer namens Erwin Binder gestoßen. Hauptberuflich war der Religionslehrer, wohn- und weinhaft in Platt. Der Rudl hat sogar noch ein paar Flaschen Grünen Veltliner von Herrn Binder. Bedauerlicherweise sind sie mit einem Presskork verschlossen. Erfreulicherweise gibt es das Phänomen, dass ein Bioweinbauer in einem Ort selten allein bleibt. Akribisch auf Qualität bedachte Winzer sind Rudolf Fidesser und seine Söhne sowieso gewesen. Wenn Sie Glück haben, können Sie das bei der Weintour Weinviertel überprüfen. Da macht Norbert Fidesser ganz gern ein paar ältere Weine auf. Inzwischen ist das Weingut demeterzertifiziert.

 

Leo Uibel, Ziersdorf, Retzer Land (ganz am Rand)

 

Es hat nicht zu den ganz großen Jugendträumen von Leopold Uibel gehört, Weinviertler Wein zu machen. Darum ist er zuerst einmal weg von zuhause. Irgendwann hat es ihn dann doch gereizt, im Weinviertel Wein zu machen. Aber anders. Auch Herr Leo vertikalisiert zur Weintour ganz gerne, was der Rudl noch jedes Mal impressionant gefunden hat.

Auch am Ziersdorfer Köhlberg wieder viel Kalk vom Urmeer. Und auch sonst ist Leo Uibel beim Weinmachen nicht das, was man einen Hudler nennt.

 

André Michel Brégeon, Muscadet, Loire

 

In gewisser Weise vergleicht Caviste Rudolf das Muscadet gerne mit dem Weinviertel. Beide sind relativ groß. Beide haben ihre Weine relativ leicht zu niedrigen Preisen abgesetzt, jene des einen als Grundweine für Industriesekte, die des anderen als Austernbegleitung.

Es scheint Umstände zu geben, die sich auf die Qualität von Wein förderlicher auswirken als leichter Absatz.

Darum haben Weinviertel und Muscadet auch eine nicht nur gute Nachrede als Gemeinsamkeit.

Das wiederum hat da wie dort ein paar Querköpfe auf den Plan gerufen, die der Meinung sind, dass mehr gehen muss. Und diese Querköpfe bleiben den Wahrheitsbeweis nicht schuldig. Im Muscadet hat André Michel Brégeon mit einer Hand voll Unbeirrbarer, die sich von behördlichen Neinsagern nicht so schnell irritieren lassen, durchgesetzt, dass ein paar Gemeinden mit besonderen geologischen Voraussetzungen den Cru-Status zugesprochen bekommen.

Der Cru „Gorges“ wächst auf vulkanischem Gabbro und wird bei Blindverkostungen gerne in anderen Weinbaugebieten lokalisiert.

Mit dem Jahrgang 2011 hat Monsieur Brégeon sein Weingut an Fred Lailler übergeben. Aber auch Herr Brégeon bleibt am Weingut präsent.

Tailler puis façonner / Choyer puis vendanger / Presser puis déguster / Douter puis partager: / Être passionné …

Das steht auf den Flaschen der Domaine Michel Brégeon, und es bedeutet ungefähr:

Zurückschneiden, dann formen / verhätscheln, dann ernten / pressen, dann kosten / zweifeln, dann teilen: / begeistert sein …

 

•     Gemischter Satz 2016, Josef Salomon, Falkenstein, Veltliner Land (2,50/4)

•     Grüner Veltliner Retzer Stein 2015, Weingut Rudolf Fidesser, Platt, Retzer Land (3/5)

•     Rheinriesling de vite 2016, Weingut Roland Minkowitsch, Mannersdorf, Südliches Weinviertel (3/5)

•     Grüner Veltliner Katzensprung 2015, Leo Uibel, Ziersdorf, Retzer Land (4/6)

•     Grüner Mann Selektion Extrem 2015, Weingut Seymann, Karlsdorf, Pulkautal (4/6)

•     Berglagen 2016, H&R Fidesser, Retz (5/8)

•     Gewürztraminer 2006, Josef Salomon, Falkenstein, Veltliner Land (4,50/7)

•     Gewürztraminer Reserve 2005, Josef Zens, Mailberg (4/6)

•     Poysdorfer Saurüssel 2010, Weingut Haimer, Poysdorf, Veltliner Land (2/3)

•     Welschriesling 1991, Josef Poiss, Poysdorf, Veltliner Land (Diesen Wein hat der Rudl fast gleichzeitig mit dem Saurüssel 1979 entdeckt.)

•     Muscadet Cru Gorges 2013, Domaine Michel Brégeon, Gorges, Loire (5/8)

(in Klammern die Preise für das Sechzehntel und das Achtel)

 

… selbstverständlich nicht ausschließlich diese Weine, sondern beispielsweise auch noch Teile der allerletzten Cotarsauvignonvertikale gibt es glasweise

 

am Mittwoch, den 3. und am Freitag, den 5. Oktober

von 16 bis 22 Uhr

in der Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22

 

Vorschau auf 10. und 12. Oktober

Ostbahn lebt.

 

Im Übrigen ist Rudolf Polifka der Meinung, dass man den 27. Jänner, den Tag der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz zu einem europäischen Feiertag erklären sollte!

 

Herr Rudolf grüßt durch die Simmeringer Hauptstraße hinein über Stammersdorf bis hinauf nach Brünn!

 

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Weinhandlung Rudolf Polifka et Fils, Reindorfgasse 22, 1150 Wien

Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag, 16 bis 22 Uhr, an Schultagen

kostenlose und CO2-minimierte  Zustellung innerhalb von Wien ab einem Bestellwert von 57 Euro